Beim Jubiläumsspiel beim 1. FC Hanau 93 gab die Eintracht einen seriösen wie höchst elanvollen Gast ab. Beim 13:0-Fest glänzte Branimir Hrgota als achtfacher Torschütze.

Csm 10265 1539283219 181011jhusge047 27a98c2989 Branimir Hrgota glänzte als achtfacher Torschütze.

Ausgangssituation: Jubiläum feiern, Form konservieren

Das Aufeinandertreffen der beiden hessischen Traditionsvereine bildete für den Gastgeber das sportliche Highlight anlässlich seines 125-jährigen Bestehens. Zugleich war es für die zuletzt formstarke Eintracht eine willkommene Gelegenheit, während der Länderspielpause im Wettkampfrhythmus zu bleiben.

Personal: Frische Kräfte und alte Gesichter

Dafür kamen zwangsläufig die nicht für ihre Nationen nominierten beziehungsweise nicht verletzten Akteure infrage. Da Frankfurt derzeit auf beiden Feldern nicht zu knapp bestückt ist, griff Cheftrainer Adi Hütter auf insgesamt 16 Profis zurück, wovon 13 zum Einsatz kommen sollten - Spielpraxis pur! Auf der Gegenseite kam außerdem in der zweiten Halbzeit mit Ervin Skela ein alter Bekannter zum Einsatz.

Spielfreudig und treffsicher

Den 3.840 Zuschauern im altehrwürdigen, flutlichtdurchströmten Herbert-Dröse-Stadion bot sich nach kurzen Nadelstichen der Hausherren das erwartet einseitige Bild. Der Verbandsligist war vorwiegend auf Kompaktheit bedacht, der Europapokalteilnehmer meist mit bis zu acht Mann am gegnerischen Sechzehner. Nachdem zwingende Einschussgelegenheiten zunächst rar blieben wie ein gehaltener Kopfball Branimir Hrgotas (7.) und dem Kurzpassspiel der Gäste manchmal noch die letzte Präzision abhanden ging, wurden die Kombinationen der Adlerträger ab Mitte der ersten Halbzeit immer flüssiger. Die daraus resultierenden Chancen ließen nicht länger auf sich warten. Erst brachte Jonathan de Guzman aus halbrechter Position das Außennetz zum Wackeln (19.), kurz darauf scheiterte Allan aus ähnlicher Lage an Torhüter Jens Westenberger (20.).

Weiter geriet ein Querpass Marc Stenderas einen Tick zu scharf für den freistehenden Hrgota (24.), ehe Willems von der rechten Seite nach innen zog und den Kasten nur knapp verfehlte (27.). Im Gegenzug hätte der Gastgeber das Geschehen beinahe auf den Kopf gestellt, als Feta Suljic aus der Nahdistanz in Jan Zimmermann seinen Meister fand (28.). Wiederum nur wenig später war es soweit. Innenverteidiger Noel Knothe wagte sich einmal in den gegenüberliegenden Strafraum, gelangte an das Leder und spitzelte es ins lange Eck (31). Keine fünf Minuten darauf verdoppelte der zuvor noch vom Keeper gestoppte (30.) Stendera die Führung, als er nach einem akkuraten Steilpass von Willems Schlussmann Westenberger austanzte und ins leere Gehäuse einschob (36.). Fortan ließen es die Frankfurter bis zur Pause etwas gemächlicher angehen, was Hanau die Möglichkeit auf den Anschluss eröffnete, doch entweder war Zimmermann gegen Sujic zur Stelle (36.) oder Kahraman Damar zielte freistehend vorbei (40.). Keine Gnade kannte dann Hrgota, als er einen an ihm verursachten Strafstoß zum 3:0-Pausenstand verwandelte (42.).

Achtfacher Hrgota

Analog der zweite Durchgang. Die 93er zwar mit weniger Zurückhaltung, aber der Pokalsieger mit mehr Torgefahr. Erst vergab der eingewechselte Sébastien Haller aus nächster Nähe eine Hereingabe Deji Beyreuthers (58.), in der nächsten Szene servierte der durchgestartete Stendera Hrgota mustergültig das 4:0 (58.). Einmal auf den Geschmack gekommen legte der sich energisch durchtankende Schwede prompt nach auf 5:0 (66.) und köpfte kurz nach Wiederanpfiff eine maßgeschneiderte Flanke von Willems zum 6:0 ein (68.).Dem wollte Sturmpartner Haller natürlich in nichts nachstehen und sorgte so auf Vorarbeit Allans problemlos für den siebten Streich (72.). Nur um in der Schlussviertelstunde als Vorbereiter für - na klar - Hrgota zu glänzen (76.). Nachdem der Mann des Abends sogar das halbe Dutzend voll gemacht (82.) und Felix Wiedwald im Eins-gegen-eins geglänzt hatte, hob der ebenso umtriebige Willems das Resultat in den zweistelligen Bereich (84., 87.). Das Dutzend wie der Endstand von 13:0 gebührten aber nach kurzer schöpferischer Pause natürlich Hrgota (88., 90.).

Fazit: Spaß am Spiel

Auch wenn sich die sportliche Bedeutung in Grenzen hielt, ließ es die Eintracht alles andere als locker angehen, war konstant auf der Höhe des Geschehens, strotzte vor Spielfreude und verließ den Rasen folgerichtig als Sieger.

So spielte die SGE

Zimmermann (46. Wiedwald) - Müller, Knothe, Falette, Beyreuther - De Guzman (46. Haller), Fernandes - Stendera, Willems, Allan - Hrgota

Tore

0:1 Knothe (31.)
0:2 Stendera (36.)
0:3 Hrgota (42., Foulelfmeter)
0:4 Hrgota (58.)
0:5 Hrgota (66.)
0:6 Hrgota (68.)
0:7 Haller (72.)
0:8 Hrgota (76.)
0:9 Hrgota (82.)
0:10 Willems (84.)
0:11 Willems (87.)
0:12 Hrgota (88.)
0:13 Hrgota (90.)

Csm 10266 1539283297 181011jhusge037 979ad4d338 Torschützen unter sich: Marc Stendera und Noel Knothe.
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