Frankfurt wird im Test beim FC Wels selten gefordert, lässt zugleich nicht locker und gewinnt 7:0.

Csm 190728kv1551 70d91bde2a Goncalo Paciencia eröffnet den Torreigen.

Ausgangssituation: Praxistest im Trainingslager

Die vergangene Spielzeit beider Vereine hätte gegenteiliger nicht verlaufen können. Während der österreichische Drittligist die Saison als Tabellenletzter abgeschlossen hatte, waren die Adler ins Halbfinale der UEFA Europa League gestürmt. Sportlich gesehen bedeute die Partie für die Eintracht vor allem eine Anwendung der Trainingsinhalte nach zuvor vier Einheiten an zweieinhalb Tagen seit Beginn des Trainingslagers am Freitag, zumal zwischen den zwei Qualifikationsspielen gegen Flora Tallinn gelegen.

Personal: Bewährte Taktik in neuer Besetzung

Dies spiegelte sich nicht zuletzt in der Startelf wider, wo außer Goncalo Paciencia kein Akteur stand, der im Hinspiel zum Einsatz gekommen war. Das längst etablierte Haus-und-Hofsystem 5-3-2 blieb freilich unangetastet.

Paciencia erst in Behandlung, dann in Torlaune

Der Portugiese erwischte gleich einen wechselhaften Start. Zunächst früh nach einem Foul an der Seitenlinie behandelt revanchierte sich der Mittelstürmer nach zehn Minuten mit der Führung ins linke untere Eck (10.). Zuvor hatte Torwart Marsel Cakar zwei Mal reaktionsstark gegen Nicolai Müller und Marc Stendera pariert (3.). In der Folge sollte der nach einer halben Stunde absprachegemäß ausgewechselte Schlussmann machtlos bleiben. Zunächst konnte zwar noch die Latte retten, als sich Almamy Toure in den gegnerischen Strafraum wagte und eine mustergültige Flanke von Jonathan de Guzman ans Gebälk köpfte (15.).

Dann kannte das Scheinschießen keine Grenzen mehr. Zwei Mal fand de Guzman nach einer Ecke den Schädel von Paciencia, der zum 2:0 (21.) und 5:0 (43.) einköpfte. Zudem bediente der stürmische Erik Durm wiederum de Guzman von der rechten Seite, sodass der Niederländer mit kanadischen Wurzeln unbedrängt am kurzen Eck zum 3:0 einschieben konnte (31.). Das 4:0 besorgte Marc Stendera mit einem gefühlvollen Flachschuss aus dem linken Halbraum ins lange Eck (40.)

Frischer Wind und schwere Beine

Zur Pause wechselte Coach Hütter sechs neue Spieler ein, womit wie in Tallinn nach einer Stunde eine Systemumstellung weg von drei zentralen Mittelfeldakteuren hin zur Doppelsechs einher ging. Fortan agierte Daichi Kamada wieder in der Spielmacherrolle und legte nach einer Stunde Dejan Joveljic doppelt zum 6:0 (64.) und 7:0 auf (69.).

Fazit: Vollgas nach Kräften

Der Spielverlauf lief fast wie erwartet. Die Adler hatten ihren Trainingseifer der vergangenen Tage konservieren und in einen sichtbaren Torhunger umwandeln können. Erst mit zunehmender Spieldauer machte sich das intensive Programm bemerkbar, die Beine wurden schwerer, die Ungenauigkeiten häuften sich, was wiederum die Hausherren zu harmlosen Gegenstößen ermutigte. Das deutliche Endergebnis war freilich nie gefährdet und ist unterm Strich auch zweitrangig.

So spielte die SGE

Zimmermann - Abraham (46. Tuta), Russ, Falette - Fernandes (46. Cetin) - Durm (46. Chandler), Willems - de Guzman (46. Kamada), M. Stendera - Paciencia (46. Joveljic), Müller.

Tore

0:1 Paciencia (10.)
0:2 Paciencia (21.)
0:3 de Guzman (31.)
0:4 M. Stendera (40.)
0:5 Paciencia (43.)
0:6 Joveljic (64.)
0:7 Joveljic (69.)

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