Eintracht Frankfurt hat das Testspiel gegen den SV Sandhausen mit 5:3 (2:1) gewonnen. Gegen den Zweitligisten trafen Daichi Kamada und Branimir Hrgota jeweils doppelt, dazu netzte Jetro Willems in der Schlussminute ein.

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Eintracht-Trainer Niko Kovac setzte bei nasskalten Bedingungen auf die Reservisten und Juniorenspieler, einzig Marc Stendera hatte auch zuletzt gegen Bremen begonnen. Das Eintracht-Eigengewächs war gegen Sandhausen Kapitän und Taktgeber im Mittelfeld der Gastgeber. Auch der SV Sandhausen wechselte im Vergleich zum vergangenen Pflichtspiel gegen Duisburg kräftig durch und hatte nur drei Übereinstimmungen in der Startelf. Ein Kartenverkauf für die Partie hatte es nicht gegeben, nur Junior-Adler sowie weitere ausgewählte Kinder von verschiedenen Kooperationspartnern waren im Riederwaldstadion dabei. 

Die Gastgeber bestimmten in der ersten Halbzeit deutlich den Gang der Dinge, wobei sich Marc Stendera als Ballverteiler und omnipräsente Anspielstation im Mittelfeld  präsentierte. Zweifacher Torschütze vor der Pause war Daichi Kamada, der jeweils überlegt abschloss. Zunächst war er nach einem Doppelpass erfolgreich (16.), nach einem Solo und dem Abschluss mit dem linken Fuß traf er später zum 2:1 (37.). Sandhausen-Keeper Marcel Schuhen verhinderte zwei weitere Treffer, als er einen Stendera-Freistoß aus rund 30 Metern zur Ecke lenkte (31.) und Blums Gewaltschuss aus kurzer Distanz abwehrte (36.). Die Gäste kamen eigentlich nur zweimal vor das Tor der Frankfurter, und dann war es jeweils brandgefährlich. Nach einem Ball in die Schnittstelle konnten Knothe und Torhüter Jan Zimmermann Eroll Zejnullahu nicht halten, der aus spitzem Winkel zum zwischenzeitlichen 1:1 traf (27.). Kurz vor der Halbzeit war Wright alleine auf weiter Flur, er traf den Außenpfosten (41.).

Nach der Pause war das Tempo nicht mehr so hoch, doch die Frankfurter hatten die Partie jederzeit im Griff und schlugen zweimal direkt nach SVS-Toren zurück. Dazu fielen noch einige Tore, das freute insbesondere die jungen Zuschauer. Schon früh baute die Kovac-Elf die Führung aus. Denn es waren nicht mal 100 Sekunden im zweiten Durchgang gespielt, als Torwart Schuhen weit vor seinem Tor ausrutschte und Branimir Hrgota überlegt aus über 30 Metern einnetzte (3:1/47.). Da Costas Solo blieb später unbelohnt (61.), ehe der zur Halbzeit eingewechselte Leon Bätge bei Stieflers Kopfball auf dem Posten war (62.). Nejmeddin Daghfous brachte Sandhausen auf 2:3 heran, als er Knothe austanzte und das Leder ins lange Eck schlenzte (75.). Zwei Minuten danach stellte Branimir Hrgota im zweiten Versuch den alten Abstand wieder her (77.). Und es gab noch einen Doppelpack. In der 89. Minute traf Denis Linsmayer zum 4:3, nur eine Minute später markierte Jetro Willems den Endstand (90.).

Danny da Costa bilanzierte nach seinem Comeback: "Speziell in der ersten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht. Schön, dass wir so häufig getroffen haben. Es war schön, wieder dabei zu sein. Dass es heute bei mir so gut geklappt hat, gibt mir ein gutes Gefühl. Es hätte heute auch schneien können, das war mir egal. Hauptsache, ich kann wieder spielen. Jetzt will ich mich wieder anbieten, aber will keine Ansprüche stellen." Kapitän Marc Stendera meinte, dass es eine ordentliche Leistung der Eintracht war. "In der zweiten Halbzeit haben vielleicht etwas die Kräfte gefehlt, wir haben hart trainiert diese Woche. Tore schießen, Spaß haben, das war heute das Ziel." Trainer Niko Kovac hatte eine "kurzweilige Partie" gesehen und war nach der intensiven Trainingswoche zufrieden: "Ein Testspiel ist immer besser als jedes Trainingsspiel. Schön, dass wir fünf Tore geschossen haben."

So spielte die Eintracht: Zimmermann (46. Bätge) – da Costa (63. Wolf), Knothe, Medojevic (63. Abraham), Beyreuther – Stendera, de Guzman (74. Willems) – Blum, Kamada, Besuschkow – Hrgota.

Tore: 1:0 (16.) Kamada, 1:1 (27.) Zejnullahu, 2:1 (37.) Kamada, 3:1 (47.) Hrgota, 3:2 (75.) Daghfous, 4:2 (77.) Hrgota, 4:3 (89.) Linsmayer, 5:3 (90.) Willems.

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