Die Eintracht gewinnt 4:1 (2:0) gegen Shakhtar Donetsk und zieht nach dem 2:2 in der Ukraine in das Achtelfinale der UEFA Europa League ein.

Csm 11537 1550774147 jovictor f9cfb42de8 Viel Platz hat Luka Jovic. Die Folge ist der Treffer zum 1:0 in der 23. Minute.

Luka Jovic (23.), Sébastien Haller (26./80.) und Ante Rebic (88.) erzielten die vier Treffer für die Eintracht vor 47.000 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank-Arena, in der die Gastgeber einmal mehr lautstark unterstützt und nach vorne getrieben wurden. Die notwendig gewordenen Umstellungen in der Mannschaft steckte das Team ohne Probleme weg und distanzierte eine Mannschaft, die aus der Champions League im Winter in die Europa League heruntergekommen war.

Personal: Abraham zurück in der Startelf

Sebastian Rode und David Abraham kehrten nach Blessuren zurück und standen beide in der ersten Elf. Durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Fernandes und Torró entschied sich Hütter dazu, Hasebe ins defensive Mittelfeld neben Rode zu ziehen. Haller und Jovic begannen im Sturm, dahinter agierte Mijat Gacinovic als Spielmacher.

Doppelschlag durch Sturmduo

Die Gäste überließen der Eintracht zunächst den Ball, standen tief und lauerten mit ihren schnellen, technisch unheimlich versierten Offensivkräfte auf Ballgewinne. Diese Taktik konnte die Elf von Adi Hütter erfolgreich unterbinden – mit gutem Stellungsspiel und resoluter Zweikampfführung. Durch die defensive Ausrichtung Shakhtars war für die Eintracht jedoch der Weg in den Strafraum oftmals blockiert. Das hatte zur Folge, dass sich beide Teams weitgehend im Mittelfeld neutralisierten. Bis zur 23. Minute. Da Costa setzte sich auf der rechten Seite durch einen langen Haller-Ball ab und legte in den Rückraum, wo Luka Jovic das Leder humorlos per Direktabnahme in die Maschen jagte. Nur drei Minuten später drosch Rode einen Abpraller Richtung Tor, Matviyenko blockte mit dem Oberarm  – Elfmeter. Sébastien Haller war vom Punkt gewohnt eiskalt, jagte Pyatov in die falsche Ecke (2:0/26.). Danach hatte die Eintracht Lunte gerochen und wollte mehr. Denn natürlich musste Donetsk Räume anbieten, da sie nun offensiver werden mussten. Auf beiden Seiten passierte dennoch bis zur Pause nicht mehr viel, die Eintracht hatte die Partie trotz etwas höherem Shakhtar-Druck in den letzten zehn Minuten im Griff. Zudem blockte Gacinovic einen Shakhtar-Freistoß energisch und verhinderte damit Schlimmeres.

Druckphase überstanden, Sack zugemacht

Die Eintracht blieb zweikampfstark und erarbeitete sich immer wieder die Bälle, woraus sich Offensivaktionen ergaben. Kostics Flanke aus spitzem Winkel wurde dabei zum Torschuss (53./vorbei), Jovic setzte das Leder aus acht Metern über das Tor (59.). Doch die Gäste bewiesen wie im Hinspiel, dass sie nicht viele Torchancen brauchen. Donetsks bester Vorlagengeber Ismaily ist plötzlich frei im Strafraum, legt ab auf Moraes, der aus kurzer Distanz den chancenlosen Trapp überwindet (63.). Nun begann die Zitterpartie, denn Donetsk drängte auf den Ausgleich. Eintrachts Defensive war nun gefordert, teilweise zogen die Gäste einen Handball-Angriff auf. Zweimal rettete dabei das Aluminium, wobei Trapp erst das Leder dorthin lenkte. Marlos‘ Knaller aus 20 Metern (70.) und Taisons Kopfball (79.) hätten ohne das Eingreifen des Keepers gepasst. Dann beruhigte Sébastien Haller in ebenso eiskalter Manier wie beim Elfmeter die Nerven. Bei einem Konter von Kostic in den Lauf bedient, vollendete der Franzose wie einst Jan-Aage Fjörtoft nach einem Übersteiger vor dem Torschuss (80.). Ante Rebic setzte aus 18 Metern den Schlusspunkt (88.).

Fazit: Mission Weiterkommen erfüllt

Hinten aggressiv und kompromisslos, vorne mit effizienter Torchancenverwertung: Adi Hütter hatte seine Mannschaft perfekt eingestellt, seine Spieler setzten es einwandfrei um. Das Weiterkommen gegen das vermeintlich schwierigste Los im Topf war nicht selbstverständlich. Es war jedoch über die 180 Minuten absolut verdient, nur eine kleine Zitterphase nach dem Anschlusstreffer der Gäste musste überstanden werden. Der Heimsieg beschert den Gastgebern mindestens ein weiteres Mal eine ausverkaufte Commerzbank-Arena. Nun gehen die Blicke am Freitag gespannt nach Nyon, wo ab 13 Uhr die nächsten beiden Runden der Europa League ausgelost werden.

So spielte die SGE

Trapp – Abraham, Hinteregger, Ndicka - Da Costa, Rode (73. Willems), Hasebe, Kostic – Gacinovic (90. de Guzman) - Haller, Jovic (71. Rebic). 

Tore

1:0 Jovic (23.)
2:0 HE Haller (26.)
2:1 Moraes (63.)
3:1 Haller (80.)
4:1 Rebic (88.)

  • 0'
    Anpfiff Icon
    Anpfiff
  • 23'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Luka Jovic
  • 26'
    Shakhtar Donetsk
    Card yellow Gelbe Karte
    Mykola Matvyenko
  • 27'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Sebastien Haller (Elfmeter)
  • 32'
    Shakhtar Donetsk
    Card yellow Gelbe Karte
    Aluisio Chaves Ribeiro Moraes Junior
  • 39'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    David Abraham
  • Halbzeit Icon
    Halbzeit
  • 45'
    Shakhtar Donetsk
    Switch Wechsel
    Maycon de Andrade Barberan für Manor Solomon
  • 59'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Sebastian Rode
  • 63'
    Shakhtar Donetsk
    Goal Tor
    Aluisio Chaves Ribeiro Moraes Junior
  • 66'
    Shakhtar Donetsk
    Switch Wechsel
    Sergiy Bolbat für Bogdan Butko
  • 68'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Sebastien Haller
  • 71'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Ante Rebic für Luka Jovic
  • 74'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Jetro Willems für Sebastian Rode
  • 80'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Sebastien Haller
    Shakhtar Donetsk
    Switch Wechsel
    Olarenwaju Kayode für Viktor Kovalenko
  • 88'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Ante Rebic
  • 91'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Jonathan de Guzman für Mijat Gacinovic
  • 95'
    Abpfiff Icon
    Abpfiff
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