Die Eintracht erreicht in der Qualifikation zur Europa League die dritte Runde. Goncalo Paciencia erzielt beim 2:1 (1:1) gegen den FC Flora Tallinn beide Tore.

Csm 12556 1564687006 190801fusgeflo031 1a411fb049 Goncalo Paciencia jubelt über seinen Treffer zum 1:0.

Für Geburtstagskind Goncalo Paciencia war es dabei in mehrfacher Hinsicht ein besonderer Abend. Beim 2:1 (1:1) der Eintracht gegen den FC Flora Tallinn in der zweiten Qualifikations-Runde zur UEFA Europa League gelang dem Portugiesen ein Doppelpack, wobei er erstmals in einem Pflichtspiel für die Adlerträger mit dem Fuß traf. Zunächst brachte er per Kopf die SGE in Führung (37.), Tallinn glich dann überraschend durch Vlasiy Sinyavskiy aus (40.). Kurz nach der Pause verwandelte Paciencia einen Handelfmeter zum Endstand (54.). Für eine tolle Stimmung sorgten 48.000 Zuschauer im Waldstadion, die am Ende beide (!) Teams feierten.

Gegner in der dritten Qualifikationsrunde ist am kommenden Donnerstag (8. August) ab 20.30 Uhr der FC Vaduz, der zunächst Heimrecht genießt. Eine Woche später fällt in Frankfurt ab 20.30 Uhr die Entscheidung, wer in die Playoffs (22./29. August) einzieht. Vaduz setzte sich am Abend mit 2:0 nach Verlängerung gegen den Fehérvár FC aus Ungarn durch (Hinspiel 0:1).

Personal: Hütter setzt auf Doppelspitze

Im Vergleich zur Vorwoche kamen Kamada, Toure und Joveljic neu in die erste Elf, dafür rotierten Abraham und Gacinovic auf die Bank. Ante Rebic war nicht rechtzeitig fit geworden und deshalb nicht im Kader. Sein Pflichtspieldebüt für die Adlerträger feierte Joker Erik Durm.

Überraschender Ausgleich kurz vor der Pause

Schon in der ersten Halbzeit war es eine einseitige Partie, wobei die Adlerträger mit zunehmender Spieldauer entschlossener wirkten. Matvei Igonen musste jedoch nur selten eingreifen, die meisten Versuche der Adlerträger gingen am Kasten vorbei. Am knappsten war es bei Joveljics Kopfball aus der 25. Minute. Eingreifen musste Igonen, nachdem Paciencia über das ganze Feld gespurtet war und zu zentral abschloss. Besser machte er es nach 37 Minuten, mal wieder per Kopf. Da Costa hatte mustergültig von der rechten Seite auf den ersten Pfosten geflankt, das Geburtstagskind streichelte das Leder und setzte es neben den zweiten Pfosten. Es war sein sechster Pflichtspieltreffer für die SGE, alle erzielte er per Kopf. Überraschend glich Tallinn kurz darauf aus. Vlasiy Sinyavskiy ließ Toure aussteigen und setzte einen Schlenzer aus 16 Metern ins lange Eck; Wiedwald war ohne Chance. 

Paciencia schnürt den Doppelpack

Die Eintracht machte nach der Pause dort weiter, wo sie aufgehört hatte – mit Druck auf das Gehäuse der Esten. Dieses Mal belohnten sie sich schneller. Da Costas Schussversuch prallt an Järvelaids nicht vollständig angelegten Ellbogen, der Schiedsrichter wertete dies als Handspiel. Goncalo Paciencia ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und verwandelte sicher flach ins rechte Eck (54.). Die Eintracht blieb am Drücker, versuchte es auch mal technisch anspruchsvoll (Paciencias Fallrückzieher/62.) und kombinierte sich das eine oder andere Mal insbesondere über die rechte Angriffsseite (Toure/da Costa) gut durch den estnischen Abwehrriegel. Dabei verpassten es die Gastgeber, endgültig den Deckel draufzumachen. Die Esten verteidigten leidenschaftlich, stemmten sich gegen das Ausscheiden, konnten aber offensiv gegen die Eintracht-Abwehr bis auf einige Eckbälle keine Akzente setzen.

Fazit: Verdientes Weiterkommen 

Das Remis zur Halbzeit schmeichelte den Gästen, die sich weitgehend auf die Defensive beschränkt hatten. Die Eintracht war unterdessen noch nicht genau genug, bis auf Paciencias Kopfball. Die Führung hätte schon höher sein können, ehe der überraschende Ausgleich fiel. Die erneute Führung fiel folgerichtig und früh nach der Pause. Danach kontrollierte die Elf von Adi Hütter weiterhin das Geschehen und sicherte sich verdient das Weiterkommen, das die Eintracht-Fans wie gewohnt stimmungsvoll besangen - und sogar lautstark den Gegner nach dem Schlusspfiff feierten, der eine kleine Ehrenrunde drehte und den Abend genoss. Henri Järvelaid klatschte in der Frankfurter Kurve ab und ließ sein Trikot unter tosendem Beifall dort.

So spielte die SGE:

Wiedwald - Toure, Hasebe, Ndicka – Kohr (75. Fernandes), Torró – Kostic, da Costa (85. Durm) – Kamada – Joveljic (67. Gacinovic), Paciencia.

Tore:

1:0 Paciencia (37.)

1:1 Sinyavskiy (40.)

2:1 HE Paciencia (54.)

  • 0'
    Anpfiff Icon
    Anpfiff
  • 25'
    Flora
    Card yellow Gelbe Karte
    Frank Liivak
  • 34'
    Flora
    Card yellow Gelbe Karte
    Henrik Purg
  • 37'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Goncalo Paciencia
  • 40'
    Flora
    Goal Tor
    Vlasiy Sinyavskiy
  • Halbzeit Icon
    Halbzeit
  • 48'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Dominik Kohr
  • 53'
    Flora
    Card yellow Gelbe Karte
    Henri Jarvelaid
  • 54'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Goncalo Paciencia (Elfmeter)
  • 60'
    Flora
    Switch Wechsel
    Rauno Alliku für Frank Liivak
  • 67'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Mijat Gacinovic für Dejan Joveljic
  • 70'
    Flora
    Switch Wechsel
    Mark Anders Lepik für Erik Sorga
    Card yellow Gelbe Karte
    Marten Kuusk
  • 75'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Gelson Fernandes für Dominik Kohr
  • 78'
    Flora
    Switch Wechsel
    Markus Poom für Vladislav Kreida
  • 86'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Erik Durm für Danny Da Costa
  • 94'
    Abpfiff Icon
    Abpfiff
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