Frankfurt zieht mit 2:1 (2:1) beim FC St. Pauli ins Achtelfinale ein. Dost (4., 16.) sorgt für einen Traumstart, dann entwickelt sich der erwartet harte Fight.

Csm dsc09689 1f9f79b2db Ein Blick, ein Chip, Bas Dost bei seinem Comeback zum 2:0.

Ausgangssituation: Frankfurt favorisiert

Unabhängig der Tatsache, dass im K.o.-Modus nur ein Sieg zählte, sprach neben der Ligazugehörigkeit auch der Trend der vergangenen Wochen für die Eintracht. Während der FC St. Pauli nach dem bemerkenswerten 2:0 über den Hamburger SV nur eines der vergangenen fünf Spiele gewinnen konnte, hatte die Eintracht vor der 2:4-Niederlage in Mönchengladbach sechs Mal hintereinander nicht verloren.

Personal: Frischer Wind

Im Vergleich zur kontinuierlichen Leistungssteigerung beim Spitzenreiter ließ Adi Hütter die Grundordnung im 3-5-2 zwar unverändert, wechselte das Personal aber fünf Mal positionsgetreu: Evan Ndicka ersetzte David Abraham, wofür Martin Hinteregger von der linken in die rechte Innenverteidigung rückte, Dominik Kohr erhielt den Vorzug vor Djibril Sow auf der Acht, auf den Flügeln begannen Timothy Chandler und Erik Durm für Filip Kostic und Danny da Costa und im Sturm startete Bas Dost anstelle von Goncalo Paciencia.

Der doppelte Dost

Der wiedergenesene Niederländer unterstrich sogleich eindrucksvoll seine in den Vorwochen vermissten Qualitäten: Kopfballstärke (aus dem Spiel heraus) und Kaltschnäuzigkeit. Erstere nach einer Halbfeldflanke von Hinteregger, die der Sturmtank gegen die Laufrichtung von Torwart Korbinian Müller verwertete (4.). Zweitere, nach einem Steilpass von Kohr, woraufhin der listige Schlaks die Nerven behielt und Müller mit einem überlegten Lupfer zum zweiten Mal überwand (16.). Bis dahin hatten die Hausherren dem Favoriten wie auch danach weitgehend das Spielgeschehen überlassen, nicht ohne bei Ballgewinn aber ihr Heil nach vorne zu suchen. So verzeichnete Frankfurt zwar ein optisches Übergewicht, die Angriffsversuche hielten sich aber in etwa die Waage. Vor allem Viktor Gyökeres sorgte ein ums andere Mal für Betrieb, blieb im Abschluss aber glücklos. Noch mehr Pech hatte Marvin Knoll mit seinem Pfostenschuss von der Strafraumkante (24.). Und so plätscherte die Partie einem ungefährdeten Pausenstand entgegen, ehe Hinteregger das Spielgerät ohne Reaktionsmöglichkeit aus nächster an den Arm bekam und Waldemar Sobota per Handelfmeter auf 1:2 verkürzte (42.).

Kampf und gut

Dem doppelten Dost zu Beginn der ersten folgte der Doppelwechsel zur zweiten Halbzeit: Abraham und da Costa kehrten für Hinteregger und Chandler in die Formation zurück, Durm wechselte dafür von rechts nach links. Auch sonst sollte auf Seiten der Hessen die Defensivabteilung die größere Aufmerksamkeit erhalten. Zum einen, weil die Adlerträger nach vorne wenig Zielführendes zustande brachten, zum anderen, weil die Norddeutschen immer aufmüpfiger wurden. Erneut in Person von Gyökeres, der die Kugel in der Mitte um Haaresbreite verpasste (58.) sowie durch den umtriebigen Mats Möller Daehli, den die Adler im entscheidenden Moment gemeinsam stören konnten (65.).

Fazit: Pokal pur

Flutlicht, zweite gegen erste Liga, ein treffsicheres Traumcomeback, ein zweifelhafter Elfmeter und vor allem nach dem Seitenwechsel ganz viel Kampf. Das einzige, was dem Schlagabtausch fehlte, waren mehr spielerische Glanzmomente wie von Dost vor dem 2:0. Sei's drum, die Eintracht entscheidet die nächste knifflige Aufgabe mit mehr Herz als Kunst für sich und überwintert im DFB-Pokal.

So spielte die SGE

Rönnow - Hinteregger (46. Abraham), Hasebe, Ndicka - Durm, Fernandes, Chandler (46. da Costa) - Kohr, Rode - Kamada, Dost (88. Paciencia).

Tore

0:1 Dost (4.)
0:2 Dost (16.)
1:2 Sobota (42., Handelfmeter)

  • 0'
    Anpfiff Icon
    Anpfiff
  • 4'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Bas Dost
  • 16'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Bas Dost
  • 42'
    FC St. Pauli
    Goal Tor
    Waldemar Sobota (Elfmeter)
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Martin Hinteregger
  • Halbzeit Icon
    Halbzeit
  • 45'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    David Abraham für Martin Hinteregger
    Switch Wechsel
    Danny Da Costa für Timothy Chandler
  • 69'
    FC St. Pauli
    Card yellow Gelbe Karte
    Johannes Flum
  • 79'
    FC St. Pauli
    Switch Wechsel
    Christian Conteh für Jan-Philipp Kalla
  • 80'
    FC St. Pauli
    Card yellow Gelbe Karte
    Marvin Knoll
  • 84'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Dominik Kohr
  • 85'
    FC St. Pauli
    Switch Wechsel
    Finn Becker für Johannes Flum
  • 86'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Dejan Joveljic
  • 87'
    FC St. Pauli
    Switch Wechsel
    Boris Tashchy für Mats Moller Daehli
  • 88'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Goncalo Paciencia für Bas Dost
  • 91'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Sebastian Rode
  • 93'
    FC St. Pauli
    Switch Wechsel
    für Christian Conteh
  • 95'
    Abpfiff Icon
    Abpfiff
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