Die Eintracht unterliegt in Mönchengladbach 2:4. Nach einer unterlegenen ersten Halbzeit treffen da Costa (59.) und Hinteregger (78.) jeweils zum zwischenzeitlichen Anschluss, aber insgesamt zu spät.

Csm 27102019bndsgemaxgalys 09050 2ad27c7eeb Daichi Kamada gehörte zu den auffälligsten Akteuren des zweiten Durchgangs und bereitete die Anschlusstreffer zum 2:1 und 3:2 vor.

Ausgangssituation: Verlockende Aussichten

Vor der letzten Begegnung des neunten Spieltages war die tabellarische Konstellation eindeutig: Borussia Mönchengladbach konnte mit einem Sieg die Spitze zurückerobern, Eintracht Frankfurt mit drei Punkten in die Europapokalränge stoßen. Offen war einzig die Frischefrage, da beide Seiten noch am Donnerstag in der UEFA Europa League gefordert waren. Während Frankfurt mit dem 2:1 über Standard Liège Platz zwei festigten, konnte die Borussia mit dem Last-Minute-1:1 bei der AS Rom die Chance aufs Weiterkommen wahren.

Personal: Gacinovic raus, Fernandes rein

Im Vergleich zum hart erkämpften Erfolg gegen Standard fehlte Mijat Gacinovic wegen muskulärer Probleme komplett. Für den Serben durfte Gelson Fernandes im defensiven Mittelfeld ran. Wie schon in der zweiten Halbzeit gegen die Belgier fungierte Daichi Kamada als zweite Spitze, weniger als Spielmacher. Bas Dost und André Silva fehlten weiterhin.

Wenig Land am Niederrhein

Den Gipfel in Reichweite übernahmen die Fohlen zu Anfang das Kommando, fanden in den sich ihrerseits nicht versteckenden Hessen aber aufmerksame Widersacher. Nachdem sich die Kontrahenten jeweils aus dem Spiel heraus kaum Gelegenheiten gestatteten, resultierte die größte Möglichkeit fast zwangsläufig aus einem Standard, als Denis Zakaria nach einem Eckstoß freistehend zum Kopfball kam, Landsmann Gelson Fernandes auf der Torlinie aber goldrichtig stand (20.). Doch mit zunehmender Spieldauer war die Wucht der Hausherren kaum mehr aufzuhalten, als auf der rechten Seite Breel Embolo durchstartete und den am langen Pfosten lauernden Marcus Thuram bediente – 1:0 für den VfL (28.). Quasi im Gegenzug kamen die Hessen in Person von Goncalo Paciencia zum ersten Schuss beziehungsweise Kopfball aufs Tor, der bei Yann Sommer aber in sicheren Händen war (30.). Auf ähnliche Weise war wiederum Frederik Rönnow auf seinem Posten (34.). In der Folge fehlte Frankfurt nach vorne dennoch die nötige Durchschlagskraft, das 2:0 durch Oscar Wendt unmittelbar mit dem Pausenpfiff nach einem unzureichend geklärten Freistoß machte die Aufgabe nicht einfacher (45.+2).

Kurz wachgeküsst

Kaum waren die Seiten gewechselt, musste sich die Elf vom Niederrhein schon vorwerfen lassen, nicht die Vorentscheidung herbeigeführt zu haben. Zwei Konter über Patrick Herrmann (50.) und den für den verletzten Embolo eingewechselten Lars Stindl (53.) blieben ohne Wirkung, einen Freistoß von Laszlo Benes parierte Rönnow (55.). Wie Gegenspieler Herrmann tauchte kurz darauf auch Filip Kostic am kurzen Pfosten auf, sah aber ebenso einen Fohlenhuf zwischen sich und dem Gehäuse (57.). Dafür flankte der Serbe keine zwei Zeigerumdrehungen später auf Kamada, der an der Grundlinie im richtigen Moment auf Danny da Costa zurücklegte, welcher aus kurzer Distanz zum 2:1-Anschluss einnetzte (59.). Wie von Zauberhand nahmen plötzlich die Ballbesitzphasen der Gäste zu, weitere Torabschlüsse ließen nicht länger auf sich warten. Ausnahmslos über den förmlich aufgetauten Kamada, der zwei Mal per Kopf (66., 68.) sowie aus spitzem Winkel (67.) vorbei zielte. Ausgerechnet in die erste Drangperiode der Eintracht köpfte Nico Elvedi zum 3:1 ein (75.). Die Antwort aus Hessen: Martin Hinteregger köpfte eine Ecke Kamadas zum 3:2 in die Maschen (79.)! Cheftrainer Adi Hütter setzte mit der Einwechslung von Angreifer Dejan Joveljic für Abräumer Fernandes (83.) ein unmissverständliches Zeichen, doch das letzte Wort blieb Mönchengladbach mit dem 4:2 durch Zakaria vorbehalten (85.).

Fazit: Es bleiben die Lichtblicke

Nachdem die Eintracht vor der Pause in fast allen Belangen unterlegen war, zeigt sie nach einer Stunde ihr wahres Gesicht, kann sich weiterer zwei Gegentreffer aber nicht erwehren. Über 90 Minuten gesehen geht die Niederlage im Borussia-Park in Ordnung, doch die aufopferungsvolle Schlussphase beim alten und neuen Tabellenführer macht Lust auf die nächsten Herausforderungen.

So spielte die SGE

Rönnow - Abraham, Hasebe, Hinteregger - da Costa, Fernandes (83. Joveljic), Kostic (79. Chandler) - Sow, Rode (46. Kohr) - Kamada, Paciencia.

Tore

1:0 Thuram (28.)
2:0 Wendt (45.+2)
2:1 da Costa (59.)
3:1 Elvedi (75.)
3:2 Hinteregger (78.)
4:2 Zakaria (85.)

  • 0'
    Anpfiff Icon
    Anpfiff
  • 28'
    Borussia Mönchengladbach
    Goal Tor
    Marcus Thuram
  • 31'
    Borussia Mönchengladbach
    Card yellow Gelbe Karte
    Florian Neuhaus
  • 35'
    Borussia Mönchengladbach
    Switch Wechsel
    Lars Stindl für Breel Embolo
  • 47'
    Borussia Mönchengladbach
    Goal Tor
    Oscar Wendt
  • Halbzeit Icon
    Halbzeit
  • 45'
    Borussia Mönchengladbach
    Switch Wechsel
    Louis Beyer für Tony Jantschke
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Dominik Kohr für Sebastian Rode
  • 59'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Danny Da Costa
  • 74'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    David Abraham
  • 75'
    Borussia Mönchengladbach
    Goal Tor
    Nico Elvedi
  • 79'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Timothy Chandler für Filip Kostic
    Goal Tor
    Martin Hinteregger
  • 82'
    Borussia Mönchengladbach
    Switch Wechsel
    Jonas Hofmann für Patrick Herrmann
  • 83'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Dejan Joveljic für Gelson Fernandes
  • 85'
    Borussia Mönchengladbach
    Goal Tor
    Denis Zakaria
  • 94'
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    Abpfiff
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