Furioser Abend in der Commerzbank-Arena: Im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf siegt die Eintracht mit 7:1 (3:0) und landet den höchsten Sieg der jüngeren Vereinsgeschichte. Ebenfalls historisch: Luka Jovic erzielte fünf Tore.

Csm 10347 1539980370 181019jhsgefdn048 76d126ce18 Lukas Torró hätte mit diesem Knaller fast ein Tor erzielt. Michael Rensing wehrt ab.

Für die Eintracht bedeutet dies zumindest über Nacht Tabellenplatz sechs durch den vierten Pflichtspielsieg in Folge. Das gelang zuletzt vor über sechs Jahren. Die Fortuna bleibt damit Frankfurts Lieblingsgegner in der Bundesliga, gegen keinen Gegner ist die Siegquote (23 Siege aus 45 Partien) besser. Luka Jovic ist zudem der erste Spieler der Eintracht-Historie, dem in der Bundesliga fünf Tore gelingen. Insgesamt ist er der jüngste Bundesliga-Akteur, dem dieses Kunststück glückt. Sébastien Hallers Doppelpack sorgt dafür, dass Eintrachts Sturmduo für alle sieben Treffer verantwortlich war.

Personal: Drei Wechsel

Trainer Adi Hütter nahm drei Wechsel im Vergleich zum 2:1-Auswärtssieg bei der TSG Hoffenheim vor. Kapitän David Abraham war nach seinen Adduktorenproblemen genauso zurück wie Lucas Torró nach dem Trauerfall in seiner Familie. Die beiden ersetzten Marco Russ und Gelson Fernandes. Zudem kam in vorderster Front Sébastien Haller für den Gelb-Rot-gesperrten Ante Rebic wieder ins Team.

Jovic mit sehenswertem Doppelpack

Die Fortuna setzte in bewährter Funkel-Manier auf die kontrollierte Defensive und lauerte auf schnelle Gegenangriffe. Das hätte sogar fast die Führung gebracht, ein Fortuna-Schuss wurde von Hasebe abgeblockt (13.). Den folgenden Konter vergab nach einer Da Costa-Flanke Kostic, der vorbeizielte (14.). Das Tempo blieb weiterhin hoch, die Eintracht machte viel Druck und ließ bis zur Pause nicht mehr nach. In der 18. Minute brannte es im Fortunen-Strafraum lichterloh, die Partie lief jedoch rund eine Minute weiter. Als der Ball im Aus war, zeigte Schiedsrichter Aytekin den Videobeweis an, der ein vermeintliches Handspiel von Bodzek nach einem Torró-Querpass aus kurzer Distanz zutage brachte. Aytekin entschied auf Elfmeter, den Sébastien Haller zum 1:0 verwandelte (20.). Kurz vor dem Videobeweis hatte Luka Jovic nach einem feinen Schnittstellenpass von Ndicka freistehend am Tor vorbeigelupft. Besser und schöner machte er es wenig später, als Kostic von der linken Seite flankte und der Serbe das Leder per Seitfallzieher aus sieben Metern in die Maschen bugsierte – 2:0 (27.). Jovic legte fast ebenso sehenswert nach, denn nach einer Kombination über Gacinovic und Haller hämmerte er das vom Franzosen angechippte Leder per Direktabnahme an Rensing vorbei ins Tor (3:0/34.). Die Fortuna kam kaum zum Durchatmen, denn Torró hatte gleich zweimal die Chance. Zunächst lenkte Rensing seinen Kracher aus der Ferne an die Latte (36.), dann köpfte der Spanier knapp vorbei (39.). Eine Mischung daraus – nämlich einen Kopfball an die Latte – gelang Ndicka kurz vor dem Halbzeitpfiff. In der Zwischenzeit hatte sich auch Kevin Trapp einmal auszeichnen können, als sein langes rechtes Bein den Versuch von Ducksch entschärfte (43.).

Die Stürmer treffen weiter

Nach zwei harmlosen Düsseldorfer Versuchen durch Raman (46.) und Stöger (47.) kam die Eintracht schnell wieder in die Spur. Haller erhöhte nach einem Konter und ein bisschen Billard zum 4:0 (50.) und hätte nur Sekunden darauf fast nachgelegt, als sein Schuss geblockt wurde (51.). Lukebakios platzierter Anschlusstreffer aus 18 Metern (53.) beantwortete Jovic mit dem 5:1 nach einem langen Sprint von Kostic (55.). Der 20-Jährige hatte aber noch lange nicht genug. Ein trockener 16-Meter-Schuss (68.), ein Kopfball (72.) – 7:1, der höchste Bundesliga-Sieg seit dem 9:2 gegen Werder Bremen 1981 war perfekt.

Fazit: Dominant und elegant

Die Eintracht zeigte von Beginn an, wer Herr im Haus ist und überzeugte durch eine konzentrierte Leistung in allen Mannschaftsteilen. Im Verbund wurden fast alle Angriffe der Fortunen abgewehrt, während in die andere Richtung eine schnelle Angriffswelle nach der anderen rollte. Spätestens nach 55 Minuten war die Partie entschieden, als Luka Jovic mit sehenswerten Treffern seinen Dreierpack perfekt gemacht hatte. Der Rest war Schaulaufen vor 51.000 Zuschauern, wobei Jovic noch nachlegte und damit für die Welle auf den Zuschauerrängen sorgte.

So spielte die SGE:

Trapp (57. Rönnow) – Abraham, Hasebe, Ndicka - Da Costa, Kostic - de Guzman, Torró (46. Stendera) - Gacinovic – Haller, Jovic (86. Hrgota).

Tore:

1:0 Haller HE (20.)
2:0 Jovic (27.)
3:0 Jovic (34.)
4:0 Haller (50.)
4:1 Lukebakio (53.)
5:1 Jovic (55.)
6:1 Jovic (69.)
7:1 Jovic (72.)

Csm 10346 1539980125 181019jhsgefdn062 9d1e273d58 Historisch: Luka Jovic's Fünferpack.
  • 0'
    Anpfiff Icon
    Anpfiff
  • 20'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Sébastien Haller (Elfmeter)
  • 26'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Luka Jovic
  • 34'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Luka Jovic
  • Halbzeit Icon
    Halbzeit
  • 45'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Marc Stendera für Lucas Torro
    Fortuna Düsseldorf
    Switch Wechsel
    Aymen Barkok für Marcel Sobottka
    Switch Wechsel
    Dodi Lukebakio für Adam Bodzek
  • 50'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Sébastien Haller
  • 53'
    Fortuna Düsseldorf
    Goal Tor
    Dodi Lukebakio
  • 55'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Luka Jovic
  • 58'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Frederik Rönnow für Kevin Trapp
  • 69'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Luka Jovic
  • 72'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Luka Jovic
  • 86'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Branimir Hrgota für Luka Jovic
  • 88'
    Fortuna Düsseldorf
    Card yellow Gelbe Karte
    Kaan Ayhan
  • 89'
    Fortuna Düsseldorf
    Card yellow Gelbe Karte
    Kevin Stöger
  • 91'
    Abpfiff Icon
    Abpfiff
Teilen
Funktionen