Die Eintracht gewinnt am Freitagabend beim 1. FC Union Berlin die intensive Bundesliga-Partie mit 2:1 (0:0) und feiert im dritten Anlauf den ersten Auswärtssieg der Saison.

Ausgangssituation: Eintracht mit Rückenwind

Nach dem gefühlten Sieg gegen Borussia Dortmund (2:2) am vergangenen Sonntag hatte die Eintracht Selbstvertrauen getankt. Union schlug den BVB zuhause sogar (3:1), es war am dritten Spieltag der bis dato einzige Saisonerfolg der Köpenicker. Zuletzt verloren die Mannen von Urs Fischer in Leverkusen mit 0:2. 

Personal: Dost und Kamada beginnen

Adi Hütter nahm zwei Wechsel gegenüber der vergangenen Partie vor. Daichi Kamada rückte als Zehner für Dominik Kohr ins Mittelfeld, das bedeutete eine etwas offensivere Variante als zuletzt. Ganz vorne erhielt Bas Dost den Vorzug vor Goncalo Paciencia. David Abraham fehlte mit Rückenproblemen ebenso wie Danny da Costa (muskuläre Probleme). Union begann in einer etwas defensiveren Grundordnung als zuletzt. Sebastian Polter fehlte nach seiner Roten Karte zuletzt, Urs Fischer bot einen zusätzlichen Mittelfeldspieler auf und ließ Sebastian Andersson als einzige Spitze starten.

Intensiv und stimmungsvoll

Die Eisernen begannen vor 22.012 Zuschauern in der ausverkauften Alten Försterei mit viel Elan, ihnen gehörte die erste Viertelstunde inklusive einer großen Möglichkeit. Nach einer flachen Trimmel-Ecke schloss Friedrich aus sieben Metern ab, Trapp bekam gerade noch die Beine zu (7.). In einer intensiven Partie mit vielen langen Bällen der Eintracht und toller Unterstützung beider Fanlager spielte sich das Geschehen oft im Mittelfeld ab, beide Teams fighteten um jeden Zentimeter. Die Gäste bekamen wenig Räume, wurden aber mit zunehmender Spieldauer aktiver und erarbeiteten sich mehr Ballbesitz. Die erste Gelegenheit war jedoch eher dem Zufall geschuldet, als Dost in das Union-Aufbauspiel grätschte und damit Silva bediente. Der Portugiese war alleine auf dem Weg zum Tor, wollte aber dann noch einen Haken schlagen – der Angriff verpuffte (16.). Nach etwa einer halben Stunde begann die beste Phase der Eintracht in der ersten Halbzeit, die fast ein Powerplay bis zur Pause wurde. Aus der optischen Überlegenheit ergaben sich für die Hütter-Elf jedoch nur Halbchancen, weil der vorletzte oder letzte Pass zu ungenau blieb. Durm und Sow probierten es binnen wenigen Sekunden (42.), ein Union-Bein oder Gikiewicz im Kasten waren aber wie auch in anderen Szenen immer dazwischen.

Sturmduo trifft

Die Eintracht knüpfte an die Schlussviertelstunde vor der Pause umgehend an und ging durch Bas Dost in Führung (48.). Kostic hielt aus 16 Metern in halblinker Position einfach mal drauf, Ginkiewicz ließ kurz abprallen und Dost staubte ab.  Nach 62 Minuten legten die Adlerträger mit einem wunderschönen Angriff nach. Djibril Sow flankte punktgenau auf André Silva, der gegen Ginkiwiecz‘ Laufrichtung schulmäßig aus zentraler Position einköpfte (62.). Union war damit noch nicht ausgeknockt, blieb weiter engagiert und brachte mit Anthony Ujah den zweiten Stürmer (65.). Becker prüfte eine Viertelstunde nach seiner Einwechslung Trapp mit einem Schlenzer, der Gästetorhüter lenkte das Leder um den Pfosten. Das gelang ihm in der 86. Minute nicht mehr, als Ujah per Direktabnahme verkürzte und damit eine packende Schlussphase einläutete. Letztlich zitterte die Eintracht den Sieg über die Ziellinie. Wermutstropfen: In der letzten Szene der Partie rasselten Trapp und Hasebe zusammen. Der Japaner war kurz bewusstlos, Trapp spürte etwas in der Schulter. "Die nächsten Tage werden zeigen, wie es mit den beiden weitergeht", sagte Adi Hütter in der Pressekonferenz.

Fazit: Verdienter Erfolg

Nach einer Viertelstunde kam die Eintracht in Fahrt und hatte schon vor der Pause die Partie im Griff. Dennoch war das Remis zur Pause leistungsgerecht, weil die intensive Partie nur jeweils einen Höhepunkt auf beiden Seiten bot. Das änderte sich in der zweiten Halbzeit, das Sturmduo Dost/Silva sorgte für die 2:0-Führung. Union hielt mit allen Mitteln dagegen, wurde vom Publikum getragen und belohnten sich mit dem Anschlusstreffer, schaffte aber nicht mehr die Wende. Eintrachts Defensive hielt dem Druck stand, so standen am Ende verdiente drei Punkte zu Buche - die ersten Auswärtszähler der Saison.

So spielte die SGE

Trapp - Toure, Hasebe, Hinteregger – Sow, Fernandes – Durm (77. Chandler), Kostic – Kamada (71. Kohr) - Dost (83. Paciencia), Silva.

Tore

0:1 Dost (48.)
0:2 Silva (62.)

1:2 Ujah (86.)

  • 0'
    Anpfiff Icon
    Anpfiff
  • 36'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Djibril Sow
  • Halbzeit Icon
    Halbzeit
  • 48'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Bas Dost
  • 59'
    1. FC Union Berlin
    Switch Wechsel
    Sheraldo Becker für Akaki Gogia
  • 62'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Andre Miguel Valente Silva
  • 66'
    1. FC Union Berlin
    Switch Wechsel
    Joshua Mees für Marius Bülter
    Switch Wechsel
    Anthony Ujah für Manuel Schmiedebach
  • 71'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Dominik Kohr für Daichi Kamada
  • 77'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Timothy Chandler für Erik Durm
  • 83'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Goncalo Paciencia für Bas Dost
  • 86'
    1. FC Union Berlin
    Goal Tor
    Anthony Ujah
  • 89'
    1. FC Union Berlin
    Card yellow Gelbe Karte
    Robert Andrich
  • 95'
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    Abpfiff
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