Im Mittwochabendspiel in Mönchengladbach musste sich Eintracht Frankfurt mit 1:3 (0:0) geschlagen geben.

Csm 10058 1537992792 rebic willems gladbach 9984518f0d Erzielte den zwischenzeitlichen Anschlußtreffer: Ante Rebic

Die heimstarke Borussia münzte ihre Dominanz in drei Tore durch Alassane Plea (56.), Thorgan Hazard (65.) und Nico Elvedi (85.) um. Der zwischenzeitliche 2:1-Anschlusstreffer des eingewechselten Ante Rebic (74.) blieb nicht mehr als eine Momentaufnahme.

Ausgangssituation: Hessen erhobenen Hauptes

Auch wenn der einzige Ligasieg von Eintracht Frankfurt vom ersten Spieltag datierte und Borussia Mönchengladbach die erste Niederlage erst am Samstag ereilt hatte, hatte das Stimmungsbarometer im Stadtwald nach dem Europapokalcoup sowie der überzeugenden Punkteteilung gegen Leipzig gefühlt wesentlich positivere Ausschläge als am Niederrhein nach der 2:4-Niederlage in Berlin.

Personal: Eintracht mit Willems und Viererkette

Der nicht mehr gesperrte Jetro Willems rückte erwartungsgemäß zurück in die Startelf, wodurch Filip Kostic fürs offensive Mittelfeld frei wurde. Da Makoto Hasebe statt den dritten Innenverteidiger einen zweiten defensiven Mittelfeldspieler gab, kehrte die Eintracht zu einer Viererabwehrkette zurück. Mit der Hereinnahme von Rechtsaußen Nicolai Müller für Mittelstürmer Luka Jovic ergab sich ein 4-2-3-1.

Fohlen in der Ecke, Adler in Lauerstellung

Ihrem Heimnimbus entsprechend gaben die Fohlen zunächst den Takt vor und versuchten mit Tempo über die Flügel Torgefahr zu entfachen. Allerdings gingen mit der hohen Geschwindigkeit auch einige technische Unzulänglichkeiten einher, sodass die größten Chancen aus Eckbällen resultierten. So kam Matthias Ginter nach einer nicht konsequent entschärften Ecke aus zehn Metern zum Schuss, den David Abraham im letzten Moment in die Arme Kevin Trapps abgrätschte (12.). Der Torwart war außerdem nach einem weiteren Eckstoß zur Stelle, als Alassane Plea mutterseelenallein aus vergleichbarer Position einen Gewaltschuss abgab (18.).

Gegen Mitte der ersten Halbzeit gelangen den Gästen immer häufiger Entlastungsaktionen und insgesamt ein größerer Zugriff aufs Geschehen. Großchancen blieben gleichwohl aus, da oftmals der letzte Pass misslang. Was ebenso für die Gegenseite galt, bis kurz vor der Pause Florian Neuhaus aus 25 Metern Trapp prüfte, der das Leder mit einer Faust über die Latte lenkte (41.). Die folgende Ecke landete wiederum auf dem Kopf  Ginters, der den Eintracht-Keeper aus zehn Metern zu einer weiteren Glanztat zwang, ehe Plea den Nachschuss durch die Beine Abrahams neben den Kasten setzte (42.).

 

Zweite Halbzeit: Tor- ein Abbild des Chancenverhältnisses

Am Gesamtbild änderte sich nach dem Seitenwechsel nichts. Erst rauschte ein Freistoß Thorgan Hazards aus halblinker Lage ans Außennetz (53.), ehe Torjäger Plea das Leder aus spitzem Winkel ins kurze Eck wuchtete (56.). Quasi im Gegenzug landete eine Ecke von Willems auf dem Schädel Abrahams, der freistehend am Gehäuse vorbeiköpfte (58.). Kurz später war das 2:0 schließlich nicht mehr zu verhindern, als eine Flanke von rechts an Freund an Feind vorbei zu Hazard durchsegelte, der sich diese Gelegenheit nicht entgehen ließ und das Spielgerät im langen Eck unterbrachte (65.).

Gerade als Chefcoach Adi Hütter sein komplettes Wechselkontingent ausgeschöpft und alles auf die Abteilung Attacke gesetzt hatte, zahlte sich der Wagemut schon aus, als Ante Rebic gegen drei Gegenspieler die Übersicht behielt und auf 2:1 verkürzte (74.). Aus dem Nichts hatte sich der Wind gedreht. Die zuvor wie selbstverständlich dominierenden Hausherren ließen sich plötzlich häufiger in die eigene Hälfte drängen und verlegten sich immer mehr auf rustikale Befreiungsschläge denn gepflegte Gegenstöße. Die Ausnahme bildete ein Distanzversuch des eingewechselten Denis Zakarias (84.), was die nächste Ecke zur Folge hatte, die Nico Elvedi zur Entscheidung einköpfte (85.). Damit war die Messe gelesen.

Fazit: Zu lange zu ungefährlich

Chancenlos im buchstäblichen Sinne waren die Adler keineswegs, unterm Strich hatte die Borussia aber erstens mehr vom Spiel und konnte zweitens aus ihrem Ballbesitz mehr Möglichkeiten generieren. Erst als die Eintracht schon geschlagen schien, flackerten Offensivgeist und Hoffnung gleichermaßen auf, ehe Mönchengladbach durch eine der zahlreichen Ecken zum Gnadenstoß ausholte.

So spielte die SGE:

Trapp - da Costa, Abraham, N’Dicka, Willems - Hasebe, Fernandes (73. de Guzman) - Müller (62. Rebic), Gacinovic (73. Jovic), Kostic - Haller.

Tore:

1:0 Plea (56.)
2:0 Hazard (65.)
2:1 Rebic (74.)
3:1 Elvedi (85.)

Csm 10063 1537994485 allan kostic gladbach e1e1481999 Mijat Gacinovic im Luftkampf gegen den Mönchengladbacher Elvedi.
  • 0'
    Anpfiff Icon
    Anpfiff
  • Halbzeit Icon
    Halbzeit
  • 56'
    Borussia Mönchengladbach
    Goal Tor
    Alassane Plea
  • 62'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Ante Rebic für Nicolai Müller
  • 65'
    Borussia Mönchengladbach
    Goal Tor
    Thorgan Hazard
  • 73'
    Borussia Mönchengladbach
    Switch Wechsel
    Fabian Johnson für Alassane Plea
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Ante Rebic
    Switch Wechsel
    Luka Jovic für Mijat Gacinovic
    Switch Wechsel
    Jonathan de Guzman für Gelson Fernandes
  • 76'
    Borussia Mönchengladbach
    Switch Wechsel
    Denis Zakaria für Patrick Herrmann
  • 85'
    Borussia Mönchengladbach
    Goal Tor
    Nico Elvedi
  • 90'
    Borussia Mönchengladbach
    Switch Wechsel
    Ibrahima Traore für Thorgan Hazard
  • 93'
    Abpfiff Icon
    Abpfiff
Teilen
Funktionen