In einer weitgehend zähen Partie trennt sich die Eintracht von der Hertha trotz vorhandener Siegchancen 0:0.

Csm 190427jhsgehb025 afc41fa0d6 Martin Hinteregger war einer von vier Neuen im Vergleich zum 1:1 in Wolfsburg.

Ausgangssituation: Klare Ansage

Adi Hütter hatte im Vorfeld bewusst die Sinne geschärft und gegen die Hertha einen Sieg eingefordert, wollte die Eintracht den vierten Platz und damit die Chance auf die UEFA Champions League erhalten, zumal am Vortag Bayer Leverkusen durch das 4:1 beim FC Augsburg näher gerückt war. Auf der anderen Seite stand ein Gegner im Niemandsland, der jenseits von Abstiegssorgen oder Europapokalträumen extrem schwer einzuschätzen war.

Personal: Vier Wechsel

Der Bedeutung des 31. Saisonspiels entsprechend verzichtete Chefcoach Hütter auf etwaige Schonungsmaßnahmen mit Blick auf die bevorstehenden Englischen Wochen und beorderte den wiedergenesenen Martin Hinteregger für Simon Falette zurück in die linke Innenverteidigung, die erneut Makoto Hasebe und David Abraham komplettierten. Zudem kehrte der zuletzt gesperrte Gelson Fernandes für Lucas Torró zurück ins defensive Mittelfeld neben Sebastian Rode und Jonathan de Guzman. Der Torschütze aus Wolfsburg ersetzte den unter muskulären Problemen leidenden Mijat Gacinovic. Im Angriff begann Ante Rebic anstelle Goncalo Paciencias.

Viele Ungenauigkeiten, aber die Führung auf dem Fuß

Zu Beginn überzeugten beide Seiten durch ein äußerst aufmerksames Defensivverhalten. Die Hausherren forcierten früh das direkte Spiel in die Doppelspitze, doch spätestens den letzten Pass konnte immer ein Herthaner abfangen oder die Zuspiele gerieten zu ungenau. Letzteres galt für beide Teams, wozu der wegen des Regens rutschige Rasen sein Übriges tat. Umso wichtiger war es, hinten nichts anbrennen zu lassen. Den ersten gefährlichen Vorstoß der Gäste unterbanden Abraham und Hinteregger vereint, als sie den durchgestarteten Ondrej Duda in die Zange nahmen, aber fair stellten (20.). Im Gegenzug steckte Jovic das Leder auf Rebic durch, dessen direkten Linksschuss Rune Jarstein abwehren konnte (22.). Es war der Auftakt der ereignisreichsten Phase bis zur Pause. Erst fackelte Duda von der Strafraumkante nicht lange, scheiterte aber am richtig postierten Kevin Trapp (24.). Dann brachen die Hauptstädter nach einem Ballgewinn Valentino Lazaros gegen Hinteregger über die rechte Bahn durch, die folgende Flanke von Lukas Klünter vermochte der am langen Pfosten blank stehende Vedad Ibisevic aber nicht aufs Tor zu köpfen (28.). Weitere Hochkaräter ließen nicht lange auf sich warten. Erst eroberte Danny Da Costa eine abgewehrte Freistoßhereingabe de Guzmans in der Luft zurück, doch Jarstein kratzte den folgenden Abschluss von Rebic von der Linie (32.). Zwei Zeigerumdrehungen darauf schlug der Kroate eine scharfe Flanke von der linken Seite in den Fünfmeterraum, wo de Guzman herangerauscht kam, das Spielgerät aber über den Kasten beförderte (34.).

De Guzman vergibt, Klünter fliegt

Die ersten Minuten nach der Pause gehörten zwar der „alten Dame“, deren Abschlüsse aber keine ernsthafte Gefahr ausstrahlten. Mit Ausnahme von Karim Rekik, nach dessen Direktabnahme aus dem Hinterhalt Trapp rechtzeitig unten war und zur Ecke parierte (56.). Nach einer Viertelstunde beidseitiger Inspirationslosigkeit nahmen die Adler nach 70 Minuten nochmal Schwung und erkämpften sich bald ein leichtes Chancenübergewicht. Doch zwei Mal konnte de Guzman das Runde nicht im Eckigen unterbringen. Erst schoss er nach Querpass Jovics Jarstein in die Arme (71.). Dann zielte er nach Vorarbeit des eingewechselten Jetro Willems zu hoch (72.). Für die Schlussviertelstunde zog Cheftrainer Hütter alle Register und beorderte mit Paciencia für de Guzman einen dritten Stürmer aufs Feld (77.). Die Hertha wiederum verlor kurz darauf einen Mann, als Klünter wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot sah (80.). Die Eintracht blieb in der Schlussphase die aktivere Mannschaft, ließ es aber an der nötigen Durchschlagskraft vermissen und hatte in der Nachspielzeit Glück, nicht mit leeren Händen dazustehen, als Trapp im Eins-gegen-eins gegen Skjelbred zur Stelle war.

Fazit: Kein gutes Fußballspiel

In beiden Lagern lief spielerisch wenig zusammen, fehlende Zielstrebigkeit machte die Eintracht mit großer Widerstandsfähigkeit wett. Mit etwas mehr Konsequenz wäre ein Tor möglich gewesen, mit mehr Pech aber auch eine Niederlage, womit sich am Ende beide Seiten mit dem 0:0 anfreunden müssen. Immerhin: Platz vier bleibt bestehen.

So spielte die SGE

Trapp - Abraham, Hasebe, Hinteregger - Da Costa, de Guzman (77. Paciencia), Fernandes (46. Torró), Rode (62. Willems), Kostic - Jovic, Rebic.

Tore

Fehlanzeige

  • 0'
    Anpfiff Icon
    Anpfiff
  • 31'
    Hertha BSC
    Card yellow Gelbe Karte
    Lukas Klünter
  • Halbzeit Icon
    Halbzeit
  • 45'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Lucas Torro für Gelson Fernandes
  • 62'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Jetro Willems für Sebastian Rode
  • 64'
    Hertha BSC
    Switch Wechsel
    Davie Selke für Vedad Ibisevic
  • 70'
    Hertha BSC
    Card yellow Gelbe Karte
    Ondrej Duda
    Switch Wechsel
    Javairo Dilrosun für Valentino Lazaro
  • 74'
    Hertha BSC
    Card yellow Gelbe Karte
    Marvin Plattenhardt
  • 77'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Goncalo Paciencia für Jonathan de Guzman
  • 79'
    Hertha BSC
    Switch Wechsel
    Mathew Leckie für Ondrej Duda
  • 80'
    Hertha BSC
    Card mixed Gelb-Rote Karte
    Lukas Klünter
  • 91'
    Hertha BSC
    Card yellow Gelbe Karte
    Fabian Lustenberger
  • 93'
    Abpfiff Icon
    Abpfiff
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