Nach dem Führungstreffer durch Paciencia verliert die Eintracht mit 1:3 (1:2) gegen den FC Augsburg. Es war die erste Bundesliga-Niederlage seit dem 0:3 gegen den FC Bayern München vor Weihnachten.

Csm 12018 1555263595 190414jhsgefca047 b7bd992730 Muss nach 25 Minuten ausgewechselt werden: Martin Hinteregger.

Die Gäste drehten dabei die Partie, denn Goncalo Paciencia hatte per Kopf die Eintracht in Führung gebracht (14.). Noch vor der Pause traf Marco Richter doppelt (31./45.+4). Michael Gregoritsch sorgte für das Endergebnis nach 84 Minuten. Die Eintracht stand zu diesem Zeitpunkt nur noch mit zehn Spielern auf dem Platz, nachdem Gelson Fernandes Gelb-Rot gesehen hatte (47.). 51.000 Zuschauer sahen die Partie, sodass wettbewerbsübergreifend über eine Million Besucher seit Saisonbeginn in die Commerzbank-Arena kamen. 

 

Personal: Ndicka erst draußen, dann früh im Spiel

 

Cheftrainer Adi Hütter wechselte im Vergleich zur Partie in Lissabon zwei Mal: Almamy Toure und Goncalo Paciencia kamen neu ins Team, dafür rotierten Evan Ndicka (kam jedoch nach 25 Minuten für den verletzten Hinteregger) und Kapitän David Abraham auf die Bank. Damit stürmten erstmals Ante Rebic, Luka Jovic und Goncalo Paciencia zusammen von Beginn an.

 

Paciencia mit Köpfchen

 

Die Partie begann mit viel Schwung, es gab sofort gefährliche Szenen in beiden Strafräumen. Zwingender war aber die Eintracht, die auch bis etwa zur 30. Minute dominant auftreten und spielerisch Akzente setzen sollte. Jovic köpfte nach einer Da Costa-Flanke drüber (4.), die Direktabnahme des Serben zwei Minuten später entschärfte Kobel ohne Probleme. Nach 14 Minuten nutzte die Eintracht die nächste Chance zur Führung. Nach einer abgewehrten Ecke hatte Kostic viel Zeit zum Flanken, er fand Goncalo Paciencia – und der Portugiese köpfte ein. Es war der fünfte Kopfballtreffer Paciencias für die Eintracht im zwölften Einsatz. Die Eintracht blieb am Drücker, leistete sich aber zu viele unnötige Fehlpässe gegen kämpferisch überzeugende Augsburger, die zudem einen Elfmeter forderten, als Toure Richter im Strafraum auf den Fuß gestiegen war. Und die SGE passte einmal nicht auf. Gregoritsch steckte durch auf Marco Richter, der zwei Verteidiger ins Leere laufen ließ und im Fallen den Ausgleich markierte (31.). Bis zur Halbzeit wurde die Partie zerfahrener. Es gab einige Unterbrechungen und Gelbe Karten, Augsburg musste verletzungsbedingt den Torwart wechseln (39.), die Zahl der Ungenauigkeiten war auf beiden Seiten hoch. Die Gastgeber hatten nur eine Passquote von 66 Prozent im ersten Durchgang. Es gab vier Minuten Nachspielzeit, die Augsburg zur ersten guten Szene nach langer Zeit und damit zur Führung nutzte. Marco Richter zog aus 20 Metern in halblinker Position einfach mal ab, das Leder schlug im langen Eck zur FCA-Führung ein (45.+4).

 

Schlussoffensive nicht belohnt

 

Schlechter hätte die zweite Halbzeit kaum beginnen können: Gelson Fernandes erhielt nach einem Foul die Gelb-Rote Karte (47.). Hütter reagierte und verstärkte mit Gacinovic wieder das Mittelfeld. Zwar hatte Jovic nach Kostic-Hereingaben zweimal die Chance zum Ausgleich (56./60.) und Rebics Schuss wurde in letzter Sekunde geblockt (70.), Ungenauigkeiten im Spielaufbau und die numerische Unterzahl ermöglichten Augsburg aber immer wieder schnelles Umschaltspiel und damit auch gefährliche Szenen. Hasebe musste Finnbogasons Kopfball auf der Linie klären (58.), Richter hätte fast den Dreierpack geschnürt (68./vorbei). Die Fans peitschten ihre Mannschaft weiter durchgehend nach vorne, und die Eintracht setzte nach 70 Minuten zur Schlussoffensive an. Der Funke sprang über, die Eintracht drückte, erarbeitete sich Ballbesitz und einige Eckbälle. Allerdings sorgte Michael Gregoritsch nach einem Konter für die Entscheidung zugunsten der Gäste (84.).

 

Fazit: Verdiente Niederlage

 

Es war nicht der Abend der Eintracht, die nach etwa 25 Minuten ihre Linie verlor. Viele Ungenauigkeiten prägten das Spiel des weiter Tabellen-Vierten, sodass auch Kampf und Einsatzwillen das nicht kompensieren konnten. Augsburg war aggressiv und effektiv, nutzte vor der Pause zwei Möglichkeiten zu Toren und machte in der Schlussoffensive der Gastgeber den Deckel drauf. Es war ein verdienter Erfolg der Gäste, die kaltschnäuziger waren und freilich auch vom Platzverweis gegen Fernandes profitierten. Die Fans der Eintracht feierten ihr Team dennoch und geben damit den Spielern Mut mit, am Donnerstag gegen Benfica die Hinspiel-Hypothek zu drehen.

 

So spielte die SGE:

 

Trapp Toure, Hasebe, Hinteregger (25. Ndicka) Da Costa, Kostic – Fernandes, Rode (66. de Guzman) Rebic – Paciencia (54. Gacinovic), Jovic.

 

Tore:

 

1:0 Paciencia (14.)
1:1 Richter (31.)
1:2 Richter (45.+4)
1:3 Gregoritsch (84.)

 

  • 0'
    Anpfiff Icon
    Anpfiff
  • 14'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Goncalo Paciencia
  • 26'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Evan Ndicka für Martin Hinteregger
  • 31'
    FC Augsburg
    Goal Tor
    Marco Richter
  • 40'
    FC Augsburg
    Switch Wechsel
    Andreas Luthe für Gregor Kobel
  • 41'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Gelson Fernandes
  • 46'
    FC Augsburg
    Card yellow Gelbe Karte
    Michael Gregoritsch
  • 49'
    FC Augsburg
    Goal Tor
    Marco Richter
  • Halbzeit Icon
    Halbzeit
  • 47'
    Eintracht Frankfurt
    Card mixed Gelb-Rote Karte
    Gelson Fernandes
  • 54'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Mijat Gacinovic für Goncalo Paciencia
  • 66'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Jonathan de Guzman für Sebastian Rode
  • 69'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Ante Rebic
  • 83'
    FC Augsburg
    Switch Wechsel
    Julian Schieber für Alfred Finnbogason
  • 84'
    FC Augsburg
    Goal Tor
    Michael Gregoritsch
  • 92'
    FC Augsburg
    Switch Wechsel
    Christoph Janker für Ja-Cheol Koo
  • 95'
    Abpfiff Icon
    Abpfiff
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