Mit 3:0 entledigt sich Frankfurt auswärts Fortuna Düsseldorf. Paciencia gelingt die Führung (48.), Haller macht in der Nachspielzeit den Deckel drauf.

Csm 11659 1552336759 190311fufdnsge032 a7e26d7df8 Filip Kostic gehörte einmal mehr zu den auffälligsten Frankfurtern, hier im Duell mit Eintracht-Eigengewächs Aymen Barkok

Der Gastgeber ist der erwartet harte Widersacher und verlangt der Eintracht 90 Minuten alles ab, war nicht die schlechtere Mannschaft, doch die SGE bewies nach behäbigem Beginn die größere Effizienz und wusste die Schlüsselmomente auf ihrer Seite. Nach dem elften ungeschlagenen Spiel 2019 steht wieder Rang fünf zu Buche.

Ausgangssituation: Zu Gast bei der Mannschaft der Stunde

Die Konstellation am Montagabend unterschied sich von der Situation Mitte Oktober wie der Tag von der Nacht. Während die Fortuna nach dem 1:7 ans Tabellenende gerutscht war, wies Düsseldorf vor dem 25. Spieltag exakt so viele Punkte wie die Eintracht auf. Bei Betrachtung der imaginären Tabelle der vergangenen zehn Ligaspiele lag der Gastgeber sogar auf Platz zwei. Auf der anderen Seite ist die Eintracht 2019 noch ohne Niederlage und stand vor dem elften ungeschlagenen Pflichtspiel am Stück.

Personal: Startelfdebüt für Paciencia, Rückkehr von Toure

Zwischen den intensiven Europapokalwochen gegen den FC Internazionale Milano nahm Cheftrainer Adi Hütter die erwartet sanfte Rotation vor und verhalf Goncalo Paciencia zu seinem Startelfdebüt für die SGE. Dafür nahm Sébastien Haller zunächst auf der Bank Platz. Außerdem schaffte es der zuletzt angeschlagene Almamy Toure aus dem Krankenstand für Evan Ndicka in die Startelf, wodurch Martin Hinteregger erstmals von der rechten in die linke Innenverteidigung rutschte. Außerdem erhält das Mittelfeld mit Jonathan de Guzman für Mijat Gacinovic eine nominell etwas defensivere Note. Bemerkenswert außerdem Makoto Hasebe, der nach seiner Nasenverletzung mit einer Karbonmaske auflief, diese aber nach wenigen Minuten wieder abstreifte. Auf der Gegenseite stand die Frankfurter Leihgabe Aymen Barkok erneut in der Startformation und damit verstärkt im Fokus.

Wenig Raum und Inspiration

Wie erwartet suchten die Hausherren ihr Heil in blitzschnellen Umschaltaktionen, die ein ums andere Mal für Alarm in der Frankfurter Hälfte sorgten. Schon nach zwei Minuten war Dawid Kownacki über den linken Halbraum erstmals entwischt, traf ins kurze Eck, was der Linienrichter aber mit Abseits ahndete (2.). Wieder nur zwei Zeigerumdrehungen später brach Benito Raman über die rechte Seite durch, fand mit seiner Flanke aber keinen Abnehmer und köpfte den zweiten Versuch in die Arme von Kevin Trapp (4.). Dem gegenüber standen Gäste, die zunächst schwer in die Gänge kamen und gegen defensiv aufmerksame Rheinländer kaum Durchkommen sahen, umgekehrt aber selbst weitgehend umsichtig auftraten. Einzig ein schneller Einwurf überrumpelte die Hintermannschaft der Hessen kurz, doch der durchgestartete Dodi Lukebio legte sich das Leder zu weit vor (15.). Außerdem klatschte eine verunglückte Flanke Matthias Zimmermanns an den Außenpfosten (33.). Zu diesem Zeitpunkt waren die Adler allmählich aufgetaut und nahmen immer energischer das Zepter in die Hand. Luka Jovic setzte aus der Distanz die erste Duftmarke (25.), ehe sich Filip Kostic über die linke Seite durchtankte, sein Schuss aber haarscharf am langen Pfosten vorbeizischte (43.). Wenige Augenblicke darauf tauchte Jovic nach feinem Steckpass Hasebes vor Michael Rensing auf, fand aber im Fortuna-Schlussmann seinen Meister (44.).

Dosenöffner Paciencia, Joker Haller

Der auf der Zielgeraden der ersten Halbzeit genommene Schwung sollte kurz nach dem Seitenwechsel rasch in einem Tor münden. Nachdem sich die Adler erfolgreich in der gegnerischen Hälfte festgebissen hatten, flankte de Guzman von der rechten Seite butterweich auf den an den langen Pfosten geschlichenen Paciencia, der aus kürzester Distanz nur noch einzuköpfen brauchte (48.). Der Blaupause von Hoffenheim folgte ein ungewohnter Ballverlust Hasebes am eigenen Strafraum, den Trapp aber gegen Raman bärenstark ausbügelte (53.). Und eigentlich ließ die Eintracht weiter wenig anbrennen, konnte ihre Momente der Unachtsamkeit nicht komplett abstellen, wie nach einem Vorstoß der Fortunen in der Schlussviertelstunde, als erneut Trapp gegen den mutterseelenallein einschießenden Hennings zur Stelle war (76.). Zuvor war die Eintracht mit dem Videoassistenten im Bunde gewesen, als Schiedsrichter Robert Hartmann zunächst auf Handelfmeter entschieden hatte, sich auf Hinweis Felix Zwayers die Szene in der Wiederholung genauer ansah und seine Entscheidung revidierte (62.). Auf der Gegenseite vermochte Jovic mit einem satten Schuss aus dem Hinterhalt Rensing nicht überwinden konnte (67.). Die Ungewissheit über die Punktausbeute hatte mit dem Konter über den eingewechselten Haller ein Ende, als der Franzose Rensing austanzte und an zwei Verteidigern vorbei ins leere Tor einschob (90.+1) und wenig später nach einer perfekten Hereingabe Kostics den 3:0-Endstand markierte (90.+5).

Fazit: Glanz-, aber auch makellos

Das montagabendliche Flutlichtspiel wird sicher nicht als fußballerischer Leckerbissen in Erinnerung bleiben. Die Eintracht war über insgesamt diszipliniert und in den entscheidenden Momenten zur Stelle. Erst ganz zum Schluss sorgten die hocheffizienten Gäste für (zu) klare Verhältnisse und setzen ihren Siegeszug im neuen Jahr konsequent fort.

So spielte die SGE                                 

Trapp - Da Costa, Toure, Hasebe, Hinteregger, Kostic - de Guzman (80. Gacinovic), Fernandes, Rode - Jovic (72. Haller), Paciencia (90.+5 Willems).

Tore

0:1 Paciencia (48.)
0:2 Haller (90.+1)
0:3 Haller (90.+5)

  • 0'
    Anpfiff Icon
    Anpfiff
  • 19'
    Fortuna Düsseldorf
    Switch Wechsel
    Rouwen Hennings für Dawid Kownacki
  • 35'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Martin Hinteregger
  • Halbzeit Icon
    Halbzeit
  • 48'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Goncalo Paciencia
  • 72'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Sebastien Haller für Luka Jovic
  • 73'
    Fortuna Düsseldorf
    Switch Wechsel
    Kenan Karaman für Aymen Barkok
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Gelson Fernandes
  • 77'
    Fortuna Düsseldorf
    Switch Wechsel
    Alfredo Morales für Marcel Sobottka
  • 80'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Mijat Gacinovic für Jonathan de Guzman
  • 85'
    Fortuna Düsseldorf
    Card yellow Gelbe Karte
    Kaan Ayhan
  • 91'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Sebastien Haller
  • 93'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Sebastien Haller
  • 95'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Jetro Willems für Goncalo Paciencia
  • 95'
    Abpfiff Icon
    Abpfiff
Teilen
Funktionen