Die Eintracht verliert beim 0:2 (0:1) gegen Wolfsburg erstmals in dieser Saison in der Commerzbank-Arena, trotz 45-minütiger Überzahl.

Csm 14074 1574521905 sgewob1 8833cde296 Im Duell um den Ball: Erik Durm gegen Marcel Tisserand.

Ausgangssituation: Punktgleich

 

Beide Mannschaften waren punktgleich und hatten vor der Länderspielpause Niederlagen hinnehmen müssen, die Eintracht in Freiburg und Wolfsburg gegen Leverkusen. Für die Wölfe war es die zweite in Folge in der Bundesliga. Die Eintracht ist die stärkste Mannschaft im eigenen Haus (4/2/0), hatte aber die vorigen drei Bundesliga-Heimspiele gegen den VfL verloren.

 

Personal: Vier Neue

 

Cheftrainer Adi Hütter nahm im Vergleich zur 0:1-Niederlage in Freiburg vier Änderungen in seiner Startelf vor. Für die gesperrten David Abraham und Gelson Fernandes kehrten Makoto Hasebe und Sebastian Rode zurück ins Team, außerdem durfte Mijat Gacinovic für Daichi Kamada ran und kam somit zu seinem 100. Bundesliga-Spiel. Zudem musste Keeper Frederik Rönnow krankheitsbedingt passen, dafür rückte Felix Wiedwald ins Tor. Es war sein erster Bundesliga-Einsatz seit Mai 2016, damals noch für Werder Bremen; er hatte aber die ersten drei Quali-Spiele in der Europa League bestritten.

 

Viele Ecken, kein Ertrag

 

Bis zum ersten Tor vor 50.700 Zuschauern war die Partie in den relevanten Statistiken ausgeglichen, beide Teams hatten zudem eine gute Möglichkeit gehabt. Paciencia köpfte kurz oberhalb der Grasnarbe einen Kostic-Freistoß aufs Tor, Casteels klärte zur Ecke (8.). Auf der Gegenseite spielte Guilavogui William frei, Wiedwald behält im direkten Duell mit einer Fußabwehr die Oberhand (10.). Das 0:1 fiel etwas aus dem Nichts. Arnold traf aus 18 Metern das Leder nicht richtig, Wout Weghorst fälschte per Kopf unhaltbar für Wiedwald ab (20.). Die Eintracht versuchte schnell zu antworten, Paciencia wurde im letzten Moment in vollem Lauf gestoppt (22.). Wie gewohnt flankte die Eintracht viel, erarbeitete sich viele Ecken (7:0 nach 33 Minuten, am Ende zwölf SGE-Ecken), aber es fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss. Richtig gefährlich wurde es vor Casteels bis zur Pause nicht mehr. Überhaupt hatten beide Teams nur wenige Ballaktionen im jeweils gegnerischen Strafraum, es spielte sich sehr viel im Mittelfeld ab. Eine entscheidende Szene gab es noch vor der Halbzeit. Tisserand packte im Luftzweikampf gegen Paciencia den Ellenbogen aus – der VfL-Verteidiger hatte schon Gelb und wurde daraufhin in der Nachspielzeit von Schiedsrichter Daniel Siebert des Feldes verwiesen (45.).

 

Eintracht drückt, Wölfe treffen

 

Die Eintracht rannte nun dem Rückstand in Überzahl hinterher, mit Kamada statt Rode und gegen das Wolfsburger Defensivbollwerk. Dost traf mit der Hacke, stand aber im Abseits (49.), Paciencia verpasste eine scharfe Kostic-Hereingabe knapp (50.), und Gacinovic scheiterte mit einem Schüsschen (54.). Zwischenzeitlich prüfte Bruma per Kopf Wiedwald nach einem Freistoß, der Frankfurter Torhüter tauchte und wehrte ab (53.). Nach etwa 60 Minuten ähnelte die Partie einem Handballspiel, zudem wechselte Hütter zum zweiten Mal offensiv und brachte da Costa für Ndicka (Durm rutschte auf die Ndicka-Position). Mitten in diese Drangphase hinein schoss Wiedwald unbedrängt einen Rückpass in die Füße von Joao Victor, der sich nicht zweimal bitten ließ und zum 0:2 einschob (65.). Hütter ging nun aufs Ganze und brachte mit André Silva den dritten Stürmer. Da Costas Schuss wurde abgefälscht und ging vorbei (78.), Casteels parierte gegen Durm (86.) - es fehlte an Durchschlagskraft. Der Wolfsburger Sieg geriet nicht mehr in Gefahr.

 

Fazit: Heimfluch gegen VfL geht weiter

 

Vierte Heimniederlage in Folge in der Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg – irgendwie scheint ein Fluch über der Eintracht zu liegen, wenn der VfL in den Stadtwald kommt. Zur Pause führte der VfL etwas überraschend, weil beide Teams auf Augenhöhe waren. Nach dem Platzverweis gegen Tisserand kurz vor der Halbzeit rührten die Wölfe Beton an, Eintracht kam mit viel Tempo aus der Pause, der Ausgleich lag in der Luft – das vermeidbare 0:2 war jedoch ein Genickschlag. In der Folge konnte die Eintracht trotz Überzahl und drei Stürmern kaum Aktionen im Strafraum generieren. Der Sieg für die Gäste geht daher in Ordnung.

 

So spielte die SGE

 

Wiedwald – Ndicka (61. da Costa), Hasebe, Hinteregger – Sow, Rode (46. Kamada) – Durm, Kostic – Gacinovic (68. Silva) – Paciencia, Dost.

 

Tore

0:1 Weghorst (20.)
0:2 Joao Victor (65.)

  • 0'
    Anpfiff Icon
    Anpfiff
  • 14'
    VfL Wolfsburg
    Card yellow Gelbe Karte
    Maximilian Arnold
  • 19'
    VfL Wolfsburg
    Goal Tor
    Wout Weghorst
  • 39'
    VfL Wolfsburg
    Card yellow Gelbe Karte
    Marcel Tisserand
  • 40'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Djibril Sow
  • 46'
    VfL Wolfsburg
    Card mixed Gelb-Rote Karte
    Marcel Tisserand
  • Halbzeit Icon
    Halbzeit
  • 45'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Daichi Kamada für Sebastian Rode
    VfL Wolfsburg
    Switch Wechsel
    Robin Knoche für Admir Mehmedi
  • 62'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Danny Da Costa für Evan Ndicka
  • 65'
    VfL Wolfsburg
    Goal Tor
    Joao Victor Santos Sa
  • 67'
    VfL Wolfsburg
    Card yellow Gelbe Karte
    Josuha Guilavogui
  • 68'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Andre Miguel Valente Silva für Mijat Gacinovic
  • 70'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Martin Hinteregger
  • 77'
    VfL Wolfsburg
    Switch Wechsel
    Renato Steffen für Joao Victor Santos Sa
  • 86'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Filip Kostic
  • 87'
    VfL Wolfsburg
    Switch Wechsel
    Xaver Schlager für Maximilian Arnold
  • 89'
    VfL Wolfsburg
    Card yellow Gelbe Karte
    Renato Steffen
  • 96'
    Abpfiff Icon
    Abpfiff
Teilen
Funktionen