Zum Auftakt des 11. Bundesliga-Spieltages hat Eintracht Frankfurt gegen Werder Bremen erneut einen Last-Minute-Sieg gelandet. Beim glücklichen 2:1 (1:1)-Erfolg traf Sébastien Haller in der 89. Minute zum Sieg.

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Vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank-Arena hatte Ante Rebic mit seinem vierten Saisontor die Eintracht in Führung gebracht (17.). Nur acht Minuten später glich Niklas Moisander aus. Sébastien Haller gelang kurz vor Schluss das 2:1 – wie schon gegen den VfB Stuttgart. Es war der zweite Heimsieg der Saison. Die Elf von Niko Kovac geht als Tabellenfünfter ins Wochenende, nachdem die letzte Länderspielpause des Jahres ansteht.

Ausgangssituation: Vier Spiele ungeschlagen

Werder hatte unter der Woche den Trainer gewechselt, Florian Kohfeldt hatte übernommen. Nur drei Tore und fünf Punkte nach zehn Spielen ist sicherlich nicht die Ausbeute, die sich die Mannen von der Weser vorgestellt hatten. Die Eintracht hatte zuletzt vier Bundesliga-Partien nicht verloren und als Tabellenzehnter den Sprung in die erste Tabellenhälfte im Visier.

Personal: Hasebe zurück

Bei der Eintracht gab es im Vergleich zur Partie in Mainz (1:1) eine Veränderung in der Startelf. Makoto Hasebe kehrte nach überstandenen Knieproblemen zurück, Mijat Gacinovic blieb auf der Bank.

Erste Halbzeit: Teufelskerl Hradecky

Schon in der zweiten Minute wurde Lukas Hradecky geprüft, als Kruse aus kurzer Distanz abschloss. Die Gäste waren in den ersten zehn Minuten feldüberlegen, ehe die Eintracht besser in die Partie kam – und mit dem ersten Torschuss in Führung ging. Über Umwegen kam der Ball zu Rebic, der aus halblinker Position überlegt ins lange Eck abschloss und sein viertes Saisontor erzielte (17.). Werder war keineswegs geschockt und schlug durch Niklas Moisander nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus nur acht Minuten später zurück – 1:1 (25.). Nachdem es dann bis auf Wolfs Chance (29./Pavlenka zur Ecke) kaum nennenswerte Szenen gab, setzte Werder zum Schlussspurt vor der Halbzeit an. Doch Hradecky parierte teilweise sensationell gegen Junuzovic (40.), Kruse (42.) und Eggestein (43.).

Zweite Halbzeit: Besser spät als gar nicht

Die große Möglichkeit zur Führung hatte zunächst Prince Boateng, der mit dem langen Bein in eine scharfe Hereingabe von Willems grätschte und das Leder nicht aufs Tor brachte (55.). Danach versuchten die Adlerträger, das Heft des Handels in die Hand zu nehmen. Willems (64./Pavlenka klärt) und Wolf von der Torauslinie an den Außenpfosten (66.) verpassten jedoch, im weiteren Verlauf verflachte die Partie wieder. Keine Mannschaft setzte zum Endspurt an, so roch es nach einem Remis. Doch einen hatte die SGE noch. Tawatha flankte in der 89. Minute auf Sébastien Haller, der per Direktabnahme das Leder unter die Latte knallte – 2:1 mit seinem ersten Torschuss der Partie und dem fünften Saisontreffer.

Fazit: Glücklicher Dreier

Durch den Schlussspurt zur Halbzeit hätte Bremen zu diesem Zeitpunkt die Führung verdient gehabt. Nach der Pause waren Chancen Mangelware, ein Remis hätte dem Spielverlauf entsprochen. Doch die individuelle Klasse setzte sich durch.
 

So spielte die SGE:

Hradecky – Willems (79. Tawatha), Falette, Abraham, Salcedo – Hasebe – Boateng, Stendera (67. Gacinovic) – Rebic (76. Jovic), Wolf - Haller.

Tore:

0:1 Rebic (17.)
1:1 Moisander (25.)
2:1 Haller (89.)

  • 0'
    Anpfiff Icon
    Anpfiff
  • 17'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Ante Rebic
  • 24'
    SV Werder Bremen
    Goal Tor
    Niklas Moisander
  • Halbzeit Icon
    Halbzeit
  • 67'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Mijat Gacinovic für Marc Stendera
    SV Werder Bremen
    Switch Wechsel
    Florian Kainz für Philipp Bargfrede
  • 76'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Luka Jovic für Ante Rebic
  • 79'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Taleb Tawatha für Jetro Willems
  • 89'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Sébastien Haller
  • 90'
    SV Werder Bremen
    Switch Wechsel
    Aron Jóhannsson für Maximilian Eggestein
  • 91'
    SV Werder Bremen
    Switch Wechsel
    Ishak Belfodil für Ludwig Augustinsson
  • 94'
    Abpfiff Icon
    Abpfiff
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