Bei gutem Wetter und vor 3.400 Zuschauern bestritt die Eintracht heute in Marburg ein Testspiel gegen ein Auswahlteam der Kreisoberligisten SG Treis/Allendorf und SV Bauerbach. Am Ende hieß es 13:0.

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Auch während der ersten Länderspielpause der noch jungen Saison will die Eintracht im Wettkampf-Rhythmus bleiben und bestritt deshalb am Freitagabend ein Freundschaftsspiel gegen eine gemeinsame Auswahl der SG Treis/Allendorf und des SV Bauerbach. Eine gute Gelegenheit, um weiter am eigenen Spiel zu feilen, aber auch für alle anwesenden Spieler sich für einen Platz in der ersten Elf beim kommenden Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach zu empfehlen

Spielpraxis sammelten dabei unter anderem Marc Stendera und Carlos Salcedo (erster Auftritt überhaupt im Adlerdress!), die ebenso in der Startelf standen wie die potentiellen Stammkräfte David Abraham, Timothy Chandler, Simon Falette und Prince Boateng. Auf der hochwertig besetzten Bank fanden sich zudem unter anderem Sébastien Haller, Jetro Willems und Rückkehrer Ante Rebic, der erst gestern ein neues Arbeitspapier bei der SGE unterzeichnete. Hingegen fehlte Innenverteidiger Marco Russ aufgrund eines Hämatoms. 

Besuschkow präsentiert sich torhungrig

Gegen die Amateurauswahl legten die Frankfurter im Marburger Georg-Gassmann-Stadion vor 3.400 Zuschauern direkt druckvoll los und hatten durch Stendera, Besuschkow und Da Costa ihre ersten Möglichkeiten. Nachdem ein Treffer von Branimir Hrgota wegen Abseits nicht gegeben wurde, war es schließlich in der 17. Minute so weit und Kevin-Prince Boateng erzielte nach einer Ecke das 1:0. In den folgenden Minuten erhöhte Besuschkow per Doppelpack auf 3:0 (20., 27.), während sich das Team von Niko Kovac auch im Anschluss Chance auf Chance erspielte. Dabei tat sich besonders Mittelfeldspieler Max Besuschkow hervor, der sich mit viel Zug zum Tor einige weitere Abschlüsse erarbeitete. Vor der Pause wollte dennoch kein weiterer Treffer mehr gelingen.

Eintracht im zweiten Durchgang noch treffsicherer

Hellwach kam der Schwede Branimir Hrgota aus der Halbzeit und markierte nur Sekunden nach Wiederanpfiff das 4:0, bevor nur wenig später Daichi Kamada das Leder zum fünften Treffer der Adlerträger über die Linie drückte (50.). Einer hatte da immer noch nicht genug: Diesmal per Kopf machte Besuschkow seinen Dreierpack perfekt (54.). Nach einer Stunde wechselte Kovac dann drei weitere frische Kräfte ein, von denen sich einer sogleich in die Torschützenliste eintrug (Haller, 65.). Die Vorlage zu diesem Treffer kam von SGE-Eigengewächs Marc Stendera, der nur Augenblicke vorher selbst auf 7:0 erhöht hatte. Nachdem abermals Haller einen Abwehrfehler der Gastgeber genutzt hatte, wollte sich auch der an den Main zurückgekehrte Flügelstürmer Ante Rebic nicht lumpen lassen und macht das Ergebnis per Doppelpack zweistellig (77., 81.). 

Am Ende stand es nach weiteren Toren durch Da Costa und erneut Haller 13:0 für den Bundesligisten. Obwohl dieses Spiel natürlich kein echter Gradmesser ist, kann die Mannschaft nach einer sehr ordentlichen Leistung mit einem guten Gefühl in die kommende Trainingswoche gehen. Nächstes Wochenende kommt es dann zum Wiedersehen mit dem DFB-Pokal-Halbfinalgegner der Vorsaison im Mönchengladbacher Borussia-Park.

Stimmen zum Spiel:

Torhüter Jan Zimmermann: „Wir haben unter der Woche hart gearbeitet und dabei viele Abläufe eintrainiert, die man heute auch sehen konnte. Das Spiel heute hat uns diesbezüglich definitiv weiter gebracht. Auch am Torabschluss haben wir intensiv gefeilt, selbst wenn oft nur Nuance einen Treffer verhindert haben. Ich denke da an den Kopfball an den Innenpfosten von Sébastien Haller oder den Lattentreffer von Mijat Gacinovic gegen Wolfsburg. Die Jungs wissen, wo das Tor steht, ich mache mir da keine Sorgen. Auch Ante Rebic wird uns mit seiner Dynamik und Torgefährlichkeit bereichern, der Einstand heute war schon wieder ganz gut.“ 

Trainer Niko Kovac: „Heute freut es mich nicht nur, dass wir viele Tore geschossen haben, sondern auch die Art und Weise wie sie zu Stande gekommen sind. In der Liga konnten wir bisher nicht treffen, obwohl wir uns eine Vielzahl von Chancen erspielt haben, aber das kommt noch. Fußball ist kein Wunschkonzert und wir arbeiten fleißig daran, dass wir uns zukünftig auch für den Aufwand belohnen, den wir betreiben.“

So spielte die Eintracht:

Zimmermann - Falette (46. Ordonez), Salcedo, Abraham (46. Willems) - Chandler (46. Wolf), Stendera, Besuschkow, Da Costa - Hrgota (60. Haller), Boateng (60. Medojevic), Kamada (60. Rebic). 

Tore:

1:0 Boateng (17.)
2:0 Besuschkow (20.)
3:0 Besuschkow (27.)
4:0 Hrgota (46.)
5:0 Kamada (50.)
6:0 Besuschkow (54.)
7:0 Stendera (63.)
8:0 Haller (65.)
9:0 Haller (70.)
10:0 Rebic (77.)
11:0 Rebic (81.)
12:0 Da Costa (87.)
13:0 Haller (89.)

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