Am Nachmittag des 3. September 2016 trennten sich die SGE und der Oberligist BSG Chemie Leipzig in einem Benefizspiel 2:2 (1:1) unentschieden. Das Spiel fand vor 4.999 Zuschauern im Alfred-Kunze-Sportpark statt.

Bsg sge Der Alfred-Kunze-Sportpark war mit 4.999 Zuschauern (mehr Karten durften nicht verkauft werden) gut besucht.

Die Partie wurde auf die Initiative der Fans beider Vereine hin verabredet. Zwischen den Anhängern der BSG und der SGE besteht eine Fan-Freundschaft. Vor dem Spiel überreichte Axel Hellmann, Vorstandsmitglied der Eintracht, den Gastgebern einen Scheck über 10.000 EUR. Das Geld sowie die Ticket-Einnahmen sind für die Erhaltung des Alfred-Kunze-Sportparks, der Heimspielstätte von Chemie Leipzig, bestimmt.

Erste Halbzeit

Die Eintracht war zu Anfang die dominante Mannschaft und schnürte den Oberligisten oft in der eigenen Hälfte fest. Hochkarätige Torchancen blieben jedoch zunächst Mangelware. In der 9. Minute kam Meier aus kurzer Distanz zum Abschluss, traf den Ball aber nicht richtig, so dass der Leipziger Torhüter Dölz keine Mühe mit dem Schuss hatte. Nach gut 20 Minuten hatte Meier eine weitere Torchance.

Die Hessen zogen ihr Spiel vornehmlich über die Mitte auf, die BSG wehrte sich tapfer. In der 22. Minute hatten die Hausherren eine erste nennenswerte Torgelegenheit, als sie sich über die rechte Seite vor das Tor von Lindner kombiniert hatten. Allerdings zögerten sie beim Torabschluss zu lange, so dass die Eintracht die Räume zustellen konnte. Fünf Minuten später zirkelte Blum einen Ball von der Strafraumgrenze auf die Oberkannte der Latte. Die Hausherren antworteten mit einem Schuss durch Heinze.

Nach einer Ecke der Eintracht war es dann soweit: Der Ball sauste durch den Strafraum und prallte von dem Oberschenkel von Meier, der am langen Pfosten goldrichtig stand, ins Tor – 1:0 aus Sicht der SGE (31.). Gegen Ende der ersten Halbzeit erlebte das Spiel seinen Höhepunkt: Sowohl die Gastgeber als auch die Gäste kamen zu mehreren Torchancen. Zunächst hielt Lindner einen Schuss der BSG, anschließend hämmerte Fabián den Ball übers Tor. Sodann musste Lindner nochmal sein ganzes Können zeigen, um einen weiteren Schuss der BSG zu parieren.

Den Hausherren war es egal. Denn in der letzten Minute des ersten Durchgangs kamen sie durch Schmidt zum nicht unverdienten Ausgleich: Schmidt war von seinen Mannschaftskameraden prima in Szene gesetzt worden, lief allein auf Lindner zu und legte den Ball rechts am Frankfurter Keeper zum 1:1-Ausgleich vorbei (45.).

Zweite Halbzeit

Zu Beginn des zweiten Durchgangs wurde bei der SGE unter anderem der U19-Spieler Volkan Egri eingewechselt. In der 50. Minute brachte Blum die Eintracht erneut in Führung. Der Ex-Nürnberger wurde mit einem schönen Pass bedient, umkurvte den Leipziger Torwart und musste den Ball dann nur noch ins Tor schieben. Wenig später gelang Chemie allerdings der abermalige Ausgleich: Müller lief aus spitzem Winkel auf den eingewechselten U19-Keeper der SGE, Bätge, zu und versenkte den Ball gekonnt im langen Winkel (53.).

In der Folge plätscherte das Spiel so vor sich hin. In der 72. Minute strich ein von Blum getretener Freistoß nur knapp am Tor vorbei. In der 83. Minute scheiterte Hrgota mit einem satten Schuss am zwischenzeitlich eingewechselten BSG-Ersatztorwart Becker. Am Spielstand von 2:2 sollte sich nichts mehr ändern.

Die Aufstellung der SGE:
Lindner (46. Bätge), Regäsel (73. Varela), Zorba, Oczipka (60. Tawatha), Chandler, Flum (73. Medojevic), Fabián, Blum, Gerezgiher (46. Egri), Huszti (60. Mascarell), Meier (46. Hrgota)

Die Tore:
0:1 Meier (31.)
1:1 Schmidt (45.)
1:2 Blum (50.)
2:2 Müller (53.)

Die Stimmen zum Spiel

Eintracht-Coach Niko Kovac: "Es war wichtig, dass Taleb und Medo wieder auflaufen und Spielpraxis sammeln konnten. Das Ergebnis ist da zweitrangig. Das Spiel war typischer Sommerfußball. Die Atmosphäre im Stadion war toll. Es ist sehr schön, so eine freundliche und friedliche Stimmung zu erleben."

Alexander Meier, Torschütze zum 1:0: "Die Partie war ein schönes Ereignis. Wir waren hier für einen guten Zweck, das ist das Wichtigste. Wir hatten eine harte Trainingswoche hinter uns und jetzt den Test mit einem zusammengewürfelten Team. Nun liegt unser Fokus auf dem schweren Spiel in Darmstadt."

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