Die 40.000 Fans haben im Rahmen der Saisoneröffnungsfeier der Eintracht ein Schützenfest gegen den FSV Frankfurt erlebt. Kamada, Hrgota, Dadashov, Besuschkow und Jovic schossen bei Gegentoren von Azaouagh und Namavizadeh einen 5:2-Erfolg der Adlerträger heraus.

Saison467 Die Adlerträger bejubeln das 1:0 von Daichi Kamada gegen den FSV Frankfurt

40.000 Fans feierten mit der Eintracht-Mannschaft bei besten äußeren Bedingungen die Saisoneröffnung in der Commerzbank Arena und schufen so den perfekten Rahmen für das Benefizspiel gegen den Ortsnachbarn und Regionalligisten FSV Frankfurt.

Im Vergleich zum deutlichen 3:0-Erfolg am gestrigen Samstag gegen Betis Sevilla nahm Niko Kovac sechs Änderungen in seiner Startelf vor: Jetro Willems, Danny Da Costa, Aymen Barkok, Branimir Hrgota, Daichi Kamada und Noel Knothe kamen neu in die Mannschaft, dafür bekamen Marco Russ, David Abraham, Makoto Hasebe, Taleb Tawatha, Mijat Gacinovic und Luka Jovic eine Pause.Taktisch setzte der Eintracht-Coach gegen den unterklassigen Gegner auf eine offensive 4-4-2-Ausrichtung mit der Doppelspitze Branimir Hrgota und Sébastien Haller.

Bis zur ersten Großchance der SGE dauerte es nicht einmal eine Minute: Max Besuschkow spielte nach Ballgewinn einen perfekt getimten Pass in die Schnittstelle der Abwehr, Hrgota tauchte frei vor FSV-Schlussmann Marco Aulbach auf, doch verfehlte mit seinem Rechtsschuss das Tor knapp (1.).

In der 7. Minute fiel dann die verdiente Führung der Adlerträger: Haller machte das Spiel mit einem Steilpass auf Besuschkow schnell, der wiederum den Ball direkt weiter in den Lauf von Barkok leitete. Der Youngster scheiterte noch an Aulbach, doch Kamada hatte keine Probleme, den Abpraller aus zehn Metern im Netz unterzubringen.

Gute Chancen für die Hausherren gab es im Minutentakt. Immer wieder kombinierten sich Besuschkow, Barkok und Co mit schnellen Direktpässen in den gegnerischen Strafraum und brachten die Angreifer in sehr gute Abschlusspositionen. Hrgota zielte bei der nächsten Möglichkeit allerdings einen Tick zu hoch (12.), Besuschkow selbst verfehlte den Kasten mit einem Seitfallzieher aus 20 Metern (16.), Haller wurde der Winkel im Sechzehner zu spitz (18.) und Willems scheiterte mit seinem wuchtigen Schuss aus zehn Metern an Aulbach (18.). Besser machte es der sehr lauffreudige Hrgota in der 22. Spielminute, als er einen feinen Pass von Kamada mit einem sehenswerten Heber über Aulbach zum 2:0 vollendete.

In den folgenden Minuten ließ es die klar spielbestimmende SGE etwas ruhiger angehen, hielt den Ball aber stets in den eigenen Reihen und unter Kontrolle. Die viertklassigen Gäste vom FSV waren auf die Defensivarbeit beschränkt und konnten keine eigenen Akzente im Spiel nach vorne setzen.

Bereits nach 35 Minuten wechselte Niko Kovac erstmals aus und brachte Marius Wolf und Sahverdi Cetin für Timothy Chandler und Gelson Fernandes in die Partie. Am Ergebnis änderte sich bis zur Halbzeit indes nichts mehr. Mit dem völlig verdienten 2:0 für die Eintracht ging es in die Kabine – und das Ergebnis hätte noch deutlich höher ausfallen können.

Zum zweiten Durchgang wechselte Kovac drei weitere Male aus und brachte Jan Zimmermann, Mijat Gacinovic und Renat Dadashov für Lukas Hradecky, Aymen Barkok und Sébastien Haller ins Spiel. Und der 18-jährige Dadashov fügte sich gleich prächtig ein, als er nach einer Freistoßflanke von Willems im Getümmel im Strafraum den Überblick behielt und die Kugel zum 3:0 ins Netz stocherte (47.).

Die Eintracht machte auch zu Beginn der zweiten Halbzeit so offensiv und spielfreudig weiter wie in der ersten und bot den Zuschauern auf den Rängen einige feine Kombinationen und Spielzüge. Die nächste gute Torchance hatte der junge Noel Knothe, der nach einer Freistoßflanke am eingewechselten FSV-Keeper Matay Birol scheiterte (58.). In der 65. Minute fiel das 4:0: Der auffällige Besuschkow verwandelte einen Foulelfmeter eiskalt, nachdem zuvor Gacinovic im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht worden war.

Mit seiner ersten echten Torchance kam der FSV dann zum Ehrentreffer: Nach einem Eckball war Ahmed Azaouagh am langen Pfosten völlig frei und schoss in der 72. Minute sicher zum 1:4 ins lange Eck ein - SGE-Schlussmann Jan Zimmermann war ohne Abwehrchance. Nachdem Luka Jovic zunächst den alten Abstand nach einem Fehler von FSV-Torwart Birol und der dritten Torvorlage von Kamada wieder herstellte (82.), drückte auf der anderen Seite Maziar Namavizadeh die Kugel aus kurzer Distanz zum 2:5 über die Linie (83.). Je länger das Spiel dauerte, desto mehr traute sich der Regionalligist gegen die SGE zu - und wurde mit zwei Toren belohnt.

Eine Woche vor dem Erstrunden-Match im DFB-Pokal gegen den TuS Erndtebrück zeigte die Eintracht sich vor allem offensiv in Pflichtspiel-Form. Die Adlerträgter zeigten sich vor allem 60 Minuten lang spielfreudig und erarbeiteten sich mit schnörkellosem Offensivspiel zahlreiche Chancen, von denen fünf den Weg ins Tor fanden. Dafür gestattete man dem FSV lediglich zwei Torchancen, die die Gäste aus Bornheim eiskalt verwerteten.

So spielte die Eintracht: Hradecky (46. Zimmermann) –Da Costa, Chandler (35. Wolf), Knothe, Willems (63. Tawatha) – Fernandes (35. Cetin) – Besuschkow, Barkok (46. Gacinovic), Kamada – Hrgota (63. Jovic), Haller (46. Dadashov).

Tore:
1:0 Kamada (7.)
2:0 Hrgota (22.)
3:0 Dadashov (47.)
4:0 Besuschkow (Foulelfmeter, 65.)
4:1 Azaouagh (72.)
5:1 Jovic (82.)
5:2 Namavizadeh (83.)

Saison479 Max Besuschkow krönte seine starke Leistung gegen den FSV mit seinem Elfmetertor zum 4:0
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