Einen Tag vor der Saisoneröffnung testete Eintracht Frankfurt in Wiesbaden gegen Real Betis. Gegen die Spanier kam die Kovac-Elf durch eine starke zweite Halbzeit zu einem 3:0 (0:0)-Erfolg. Die Tore erzielten Chandler, Wolf und Barkok.

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Trainer Niko Kovac ließ vor 3120 Zuschauern eine ähnliche Startelf auflaufen wie beim vorletzten Test gegen den US Sassuolo. Hasebe fungierte quasi als Libero, Russ und Abraham verteidigten innen. Auf den Außenbahnen sollten Chandler und Tawatha für Betrieb sorgen, während vorne erstmals Haller und Jovic gemeinsam agierten. Dazwischen bildeten Besuschkow, Fernandes und Gacinovic die Mittelfeldachse.

Für das erste Kabinettstückchen der Partie sorgte Marco Russ, der ein etwas ungenaues Anspiel elegant mitnahm und dann das Leder nach vorne trieb; letztlich brachte Jovic das Leder im Strafraum nicht ganz unter Kontrolle.

Zunächst wurde es durch Kopfbälle in den Strafräumen gefährlich. Jovic nach einer abgefälschten Tawatha-Flanke (10.) und Russ nach einem Gacinovic-Freistoß (12.) köpften ebenso vorbei wie Sevilla-Stürmer Lorenzo Moron nach Narvaez-Flanke (13.). Danach übernahmen die Spanier langsam die Spielkontrolle. Nach 19 Minuten konnte sich daher Hradecky auszeichnen, als er den Schuss des völlig freien Narvaez über das Tor lenkte (19.). Zehn Minuten danach klärten Hasebe und Abraham gemeinsam kurz vor der Linie, als Hradecky schon geschlagen war. Schneller Eintracht-Fußball bescherte den Frankfurtern die erste Großchance. Flanke Tawatha, Ablage Jovic – und Besuschkow zielte aus zwölf Metern nur knapp vorbei (35.), wobei noch ein Gegenspieler am Ball war. Den nachfolgenden Eckball köpfte Eintrachts Nummer 18 ebenso vorbei. Jovic probierte es dann per Fallrückzieher nach einer Haller-Ablage, auch dieses Mal musste Keeper Camarasa nicht eingreifen (43.). Die gleiche Kombination gab es wenige Sekunden später, nachdem Guardado unfreiwillig Haller auf die Reise schickte. Der französische Stürmer wurde abgedrängt, legte auf Jovic ab – und dieser traf aus zehn Metern den rechten Pfosten (44.). Die Führung zur Halbzeit wäre durchaus verdient gewesen, so ging es ohne Tore in die Halbzeit.

Nach der Pause dauerte es etwas, bis die Partie an Fahrt aufnahm. Doch die erste Möglichkeit führte gleich zum 1:0 für die Eintracht (58.). Wolf verlängerte eine Hereingabe von Tawatha auf Timothy Chandler, der 20 Meter vor dem Tor den Ball in Ruhe annehmen und per Dropkick verarbeiten konnte. Der US-Amerikaner traf mit einem herrlichen Schuss in die linke Ecke, der Frankfurter Anhang feierte anschließend lautstark. Und es gab noch mehr Grund zur Freude. Marius Wolf war plötzlich alleine auf weiter Flur nach einem Ball in die Schnittstelle von da Costa, der Ex-Hannoveraner verlud Camarasa ohne Mühe und erzielte das 2:0 (69.). Nur drei Minuten dauerte es, bis Aymen Barkok auf 3:0 erhöhte. Camarasas Ball hatte Kamada abgefangen, der Ball kam über Hrgota zum Eintracht-Eigengewächs. Dieser schloss cool ab und besiegelte damit den klaren Erfolg. Nach 65 Minuten hatte Kovac auf einen Schlag sieben Wechsel vorgenommen; danach stürmten Hrgota und Kamada, während Hasebe ins defensive Mittelfeld gerückt war. Schon zur Halbzeit war Marius Wolf gekommen.

Insgesamt verdiente sich die Eintracht den ersten Testspielsieg seit dem 15:0 gegen den SV Heftrich noch vor der USA-Reise durch eine gute Leistung. Die Eintracht spielt am Sonntag gegen den FSV Frankfurt (15.30 Uhr) in der Commerzbank-Arena, Real Betis reist weiter nach Reutlingen zum Duell mit dem VfB Stuttgart.

Eintracht: Hradecky – Russ (65. Knothe), Hasebe, Abraham – Chandler (65. da Costa), Tawatha (65. Willems) – Besuschkow (46. Wolf), Fernandes (65. Cetin), Gacinovic (65. Kamada) – Haller (65. Hrgota), Jovic (65. Barkok).

Real Betis (Startelf): Camarasa; Amat Maas,Guardado, Nahuel Leiva Esquivel, Adan Garrido, Durmisi, Zozulia, Barragan, Pezella, Narvaez Solarte, Moron.

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