Während die Vorbereitung unserer Eintracht noch einige Wochen dauern wird, so ist das heutige Gastspiel beim SV Wehen Wiesbaden für die Hausherren der letzte Härtetest vor dem Start in die neue Saison der 3. Liga.

Csm 3775 gacinovic wehen 7f0d8c5793 Traf in der ersten Halbzeit nach schönem Dribbling zum Ausgleich: Mijat Gacinovic.

Gleichzeitig veranstaltete der Verein rund um sein Stadion das offizielle Fanfest anlässlich seines 90. Geburtstages, dessen Höhepunkt das nachmittägliche Spiel gegen den Bundesligisten vom Riederwald darstellte.

Hübner zurück an alter Wirkungsstätte

Für unseren Sportdirektor Bruno Hübner war das Gastspiel in der hessischen Landeshauptstadt eine Rückkehr zu den Wurzeln, denn der in Mainz-Kastel geborene Hübner war insgesamt nicht weniger als 21 Jahre in Wehen aktiv. Erst als Spieler und später in verschiedenen Funktionen führte er den SVWW bis in die zweite Bundesliga, bevor er nach einem Engagement beim MSV Duisburg dann 2011 sein Amt bei der SGE antrat. Des Weiteren spielten alle drei Söhne unseres Sportdirektors zu Beginn ihrer Karriere bei den Schwarz-Roten.

Gacinovic trifft, Fabián mit guten Impulsen

Die Gegenwart gehört hingegen natürlich voll und ganz unserer SGE, die heute auf die angeschlagenen Neuzugänge Jesus Vallejo und Taleb Tawatha verzichten musste. Auch der gerade erst vorgestellte Neuzugang Guillermo Varela – just für ein Jahr von Manchester United ausgeliehen - nahm zwar am Vormittagstraining teil, stand bei der Partie jedoch noch nicht im Kader. Den Hausherren, die komplett in Neongelb aufliefen, gelang dabei ein Auftakt nach Maß und nach einem weiten Schlag von Torhüter Kolke in die Hälfte der Eintracht auch das frühe 1:0 durch Blacha. In der Folge blieben die Wiesbadener erst einmal am Drücker, wobei man durchaus erkennen konnte, dass der SVWW im Gegensatz zu den Frankfurtern unmittelbar vor dem Rundenstart steht. Trotzdem kamen die Adlerträger nach und nach besser ins Spiel und konnten merklich mehr Ballbesitz generieren, selbst wenn sich noch die eine oder andere Ungenauigkeit einschlich.

In der 17. Minute gelang Mijat Gacinovic nach einem feinen Dribbling dann der Ausgleich für die inzwischen spielbestimmende Eintracht. In der Folge flachte das Spiel ein wenig ab, was die zahlreich mitgereisten SGE-Fans nicht davon abhielt, sich lautstark bemerkbar zu machen. In der 28. Minute hatte Branimir Hrgota dann die große Chance zum Führungstreffer, doch der schwedische Neuzugang wollte es etwas zu genau machen und so landete sein Strafstoß, der nach klarem Foul an Castaignos gegeben wurde, am Pfosten. Schon jetzt war deutlich, dass beide Mannschaften diesen Test durchaus ernst nehmen, was sich an einer gewissen Wettkampfhärte erkennen ließ. In der 34. Minute dann mal wieder eine gute Chance für die Eintracht, doch der gefühlvolle Distanzschuss des auffälligen Fabián konnte von Kolke zur Ecke geklärt werden. Ähnliches Bild in der 44. Minute, wieder war es der Mexikaner, dessen strammer Schuss aus gut 18 Metern aber geklärt werden konnte. Somit blieb es zur Halbzeit beim 1:1, da auch die zwei folgenden Eckbälle für keine Gefahr mehr sorgen konnten.

Kaum Torchancen in der zweiten Hälfte

Die zweite Hälfte begann mit einem Déjà-Vu für unsere Mannschaft: Während Niko Kovac mit Ausnahme von Rechtsverteidiger Yanni Regäsel die komplette Mannschaft austauschte und dabei Chandler und Flum auf der ungewohnten Innenverteidigerposition aufliefen, kamen die Spieler von Torsten Fröhling unverändert aus der Kabine. Dass sich die SGE-Hintermannschaft noch sortierte, nutzte der Drittligist direkt in der 47. Minute zum 2:1 Führungstreffer durch Lorenz nach flacher Hereingabe von Müller. Während Rebic mit seinem ersten eigenen Abschluss wenig später noch erfolglos blieb, fand sein schöner Pass in die Schnittstelle in der 59. Minute Alex Meier, der sich die Gelegenheit nicht nehmen ließ und überlegt zum 2:2 einnetzte.

In den folgenden zehn Minuten gab es für die Zuschauer am Halberg keine Torchancen zu sehen, bevor der Wehener Mayer allein auf Leon Bätge zulief, beim Abschluss aber deutlich verzog. Auch im Anschluss blieben Torraumszenen auf beiden Seiten Mangelware, in der 82. Minute dann jedoch noch mal eine scharfe Hereingabe auf Danny Blum, der den Ball jedoch nicht mehr aufs Tor bringen konnte. Nur zwei Minuten später versuchte Bunjaki nach einem Eckball im 16er zum Abschluss zu kommen, das Eigengewächs rutschte jedoch unglücklich weg. Eine weitere Chance zum Siegtreffer hatte in der 89. Minute Kapitän Alex Meier, der nach gutem Zuspiel jedoch nicht am Keeper vorbei kam. Dadurch blieb es in der hessischen Landeshauptstadt am Ende beim 2:2 Unentschieden.

So spielte die Eintracht:

  • 1. Halbzeit: Hradecky, Gerezgiher, Abraham, Hasebe, Regäsel, Gacinovic, Fabián, Mascarell, Aigner, Hrgota, Castaignos.
  • 2. Halbzeit: Bätge, Oczipka, Flum, Chandler, Regäsel, Rebic, Bunjaki, Huszti, Blum, Meier, Seferovic.

Stimmen zum Spiel:

„Das 2:2 war ein Tor, wie ich es mir als Trainer wünsche, denn die Spieler haben mit Vertikalpässen genau das umgesetzt, was wir vorher trainiert haben“, lobte Trainer Niko Kovac nach dem Spiel, haderte aber auch mit den Gegentoren. „Bei den Gegentreffern haben wir schon in der gegnerischen Hälfte zu wenig Zugriff und müssen das eigentlich anders verteidigen, aber man muss dabei auch bedenken, dass wir nominell nur einen Innenverteidiger im Kader hatten“.

Torschütze Mijat Gacinovic: "Bei mir läuft es derzeit gut und ich bin froh, dass ich auf meiner Lieblingsposition, auf der 10, spielen darf. Wenn ich Anspielstationen habe und auch mal Eins-gegen-Eins gehen kann, macht es mir am meisten Spaß".

Neuzugang Guillermo Varela: "Es war für mich auch als Zuschauer ein interessantes Spiel. Ich will mich hier schnell einleben und bin mir sicher, dass es eine spannende Saison für mich in einem neuen Land und einer neuen Mannschaft wird. Ich freue mich riesig, hier zu sein".

Tore: 1:0 Blacha (3.), 1:1 Gacinovic (17.), 2:1 Lorenz (47.), 2:2 Meier (59.)

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