Die Eintracht hat im Testspiel gegen Würzburg eine 0:1-Niederlage hinnehmen müssen. Die SGE präsentierte sich engagiert, kassierte zehn Minuten vor Schluss aber den entscheidenden Gegentreffer.

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Länderspielpause ist Testspiel-Zeit. Während sechs SGE-Kicker derzeit mit ihren Nationalteams auf Reisen sind (Hradecky, Lindner, Tawatha, Gacinovic, Seferovic und Barkok), hat der Rest des Eintracht-Trupps die Auszeit vom Bundesliga-Alltag genutzt und sich auf nach Alzenau gemacht, um ein Testspiel gegen den FC Würzburger Kickers zu bestreiten. Die Devise gegen den Zweitligisten war schon vorher klar: „Für uns geht es in erster Linie darum, dass sich ein paar Talente zeigen können und diejenigen, die zuletzt nicht so oft zum Einsatz gekommen sind, Spielpraxis sammeln“, erklärte Trainer Niko Kovac vor dem Anpfiff.

Und sein Team machte gegen Würzburg auch von Beginn an deutlich, dass es sich die Worte ihres Trainers zu Herzen genommen hatte. Die Eintracht, bei der in Noel Knothe, Raffael Cvijetkovic und Dej-Ousman Beyreuther drei Spieler aus der U19 von Beginn an ran durften, nahm das Heft vom Start weg in die Hand. Zwar gehörte dem Würzburger Valdet Rama (1.) bereits nach wenigen Sekunden die erste gute Chance der Partie, doch im Anschluss lief der Ball vor allem durch die Reihen der Kovac-Elf. Und auch die Gefahr vor dem Tor der Kickers sollte nicht lange auf sich warten lassen: Zunächst scheiterte Cvijetkovic (6.) mit einem Versuch aus kurzer Distanz am Pfosten, kurz darauf fand Branimir Hrgota (8.) aus ähnlicher Situation im Würzburger Keeper seinen Meister. Nach einer Viertelstunde zeigte wiederum SGE-Torwart Leon Bätge sei ganzes Können, als er im Eins-gegen-Eins mit Elia Soriano sehenswert die Oberhand behielt. Drei Minuten später war es dann erneut Hrgota, der sich gefährlich in Position brachte, die Kugel nach einer schönen Hereingabe von Marius Wolf aber knapp verpasste.

Bätge mit starken Reaktionen

Im Anschluss verflachte die Partie ein wenig. Beide Mannschaften standen nun dichter in der Defensive und ließen nur noch wenig zu. Zwar behielt die Eintracht weiterhin ein klares Plus auf dem Ballbesitz-Konto, fand nun aber keine Lücken mehr im Abwehrverbund der Kickers. Die letzte nennenswerte Chance vor dem Seitenwechsel gehörte dem Zweitligisten, erneut aber machte Bätge (42.) eine gute Möglichkeit von Soriano zunichte.

Ordonez feiert Premiere

Im zweiten Abschnitt bekamen die etwa 1.200 Zuschauer im Stadion des FC Bayern Alzenau eine Premiere zu sehen: Winterneuzugang Andersson Ordonez präsentierte sich nach seiner Verletzung erstmals im Trikot der SGE, der Ecuadorianer kam zur Halbzeit wie fünf seiner Kollegen neu uns Spiel. Und die Eingewechselten standen auch gleich im Fokus: Erst hätte Ante Rebic (47.) wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff beinahe einen Fehler im Würzburger Spielaufbau nutzen können, kam aber einen Schritt zu spät. Auf der anderen Seite konnte Jesus Vallejo (53.) in höchster Not klären. Nelson Mandela, der nach gut einer Stunde in die Partie kam, scheiterte nach einer Ecke bei einem zweifachen Schussversuch (65.).

Königs trifft für die Kickers

Die zahlreichen Wechselt hatten wie üblich zur Folge, dass der Spielfluss ein wenig verloren ging. Beide Teams schoben die Kugel immer wieder munter durch die eigenen Reihen, spätestens am gegnerischen Sechszehner war aber Endstadion. Und so war es auch eher zufällig, dass die Kickers in der 79. Plötzlich in Führung gingen. Nach einer scharfen Hereingabe hielt Marco Königs im Strafraum den Fuß hin und brachte den Zweitligisten 1:0 in Front. Da auch in der Folgezeit nichts mehr Erwähnenswertes passierte, blieb es schließlich bei der knappen Niederlage für die SGE.

Trainer Niko Kovac über das Spiel: "Wir haben heute den Spielern die Möglichkeit gegeben, sich zu zeigen, die lange verletzt waren. Für Andersson Ordonez war es zum Beispiel das erste Spiel nach seiner langen Verletzung. Außerdem haben wir viele U19-Spieler dazu genommen, wir sind dahingehend mit Alex Schur im regen Austausch. Wir haben in dieser Woche sehr intensiv trainiert, das war zu spüren. Wir bewerten das Ergebnis also nicht über. In den nächsten beiden Spielen werden wir auch sicher wieder unsere Tore machen."

Eintracht Frankfurt: Bätge – Chandler (46. Oczipka), Abraham (46. Vallejo) , Knothe (46. Ordonez), Beyreuther (79. Zorba) – Russ (46. Hector), Stendera (60. Mandela) – Besuschkow (46. Bluhm) – Cvijetkovic (60. Heller), Hrgota (46. Rebic) , Wolf (79. Egri)

FC Würzburger Kickers: Siebenhandl – Weihrauch, Schopenhauer (46. Pisot), Neumann, Diaz – Fröde – Taffershofer (46. Ernst), Benatelli (46. Lagos) – Rama (46. Daghfous), Soriano (46. Königs), Kurzweg

Tore: 0:1 Königs (79.)

 

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