Am Dienstagabend testete Eintracht Frankfurt beim SC Hessen Dreieich. Im Fokus standen die Startelf-Comebacks zweier Eigengewächse. Die Partie endete 1:2 aus Eintracht-Sicht.

Russ Marco Russ spielte über 90 Minuten

In der Startelf brachte Niko Kovac vor 2000 Zuschauern in Dreieich einige Akteure in diesem Jahr zum ersten Mal. Marco Russ hatte beim Pokalspiel gegen Bielefeld zwei Einsatzminuten erhalten und spielte nun durch; Marc Stendera feierte nach seinem Kreuzbandriss sein Comeback im Kader, dazu kamen Winter-Zugang Marius Wolf und U19-Akteur Furkan Zorba. Nach der Pause kamen die weiteren U19-Spieler Miguel Blanco-Lopez und Raffael Cvijetkovic in die Partie.

Zunächst übernahm die Eintracht die Initiative, ohne die ganz großen Chancen herauszuspielen. Aymen Barkok köpfte nach einer Besuschkow-Ecke drüber (18.), und Stenderas Schuss parierte Dreieichs Keeper Jivan mit Bravour (18.). Die Abwehr der Gastgeber um die Ex-Eintrachtler Alban Lekaj (nur Jugend) und Julian Dudda stand weitesgehend sicher und gab dem Team von Niko Kovac wenig Räume. Nach einem Abwehrfehler ging die Mannschaft von Rudi Bommer sogar in Führung. Altstar Youssef Mokhtari (38), früher unter anderem für Köln und den FSV Frankfurt am Ball, hatte sich das Leder erkämpft und den 2:1-Konter eingeleitet. Mokhtari legte schließlich quer auf Marco Di Maria, der gegen die Laufrichtung von Heinz Lindner traf (39.). Der Torhüter der Eintracht war in dieser Saison bislang nur auf Schalke im Pflichtspieleinsatz. Vor der Pause prüfte Stendera erneut Jivan (45./stark gehalten), während Branimir Hrgota frei vor Jivan zurückgepfiffen wurde – Abseits (44.).

Nach der Pause wechselte Kovac kräftig durch, außer Lukas Hradecky kamen alle mitgereisten Spieler zum Einsatz. Zunächst erhöhte der Hessenliga-Tabellenführer durch Loris Weiss per Lupfer auf 2:0, er war wunderbar freigespielt worden und ließ Lindner keine Chance (60.). Neun Minuten danach verkürzte die Eintracht durch Mijat Gacinovic, der von Rebic in Szene gesetzt worden war. Spätestens danach lief das Spiel nur noch auf ein Tor. Doch Rebic und Cvijetkovic vergaben die beste Doppelmöglichkeit (83.). Dreieichs Loris Weiss, einst Jugendspieler am Riederwald, hätte jedoch auf 3:1 stellen können – Heinz Lindner war zur Stelle (85.).

Marco Russ sagte nach der Partie: "Natürlich ärgert man sich über eine Niederlage. Für mich steht die Freude im Vordergrund, dass ich die 90 Minuten durchgehalten habe."

Co-Trainer Armin Reutershahn bilanzierte: "Das Positive war heute, dass ehemalige Langzeitausfälle Spielpraxis sammeln konnten. Wir sind enttäuscht über das Ergebnis. Wir wollten das Spiel anders gestalten. Ich muss dem Gegner ein Kompliment machen. Insgesamt müssen wir trotz der neuen Formation mehr Ballbesitz haben. Erst, als der Gegner müde wurde, sind wir besser ins Spiel gekommen."

Für Marc Stendera war es freilich "schön, wieder dabei zu sein. Das ist was ganz anderes als Training. Ich habe es genossen. Der Körper muss sich erstmal wieder dran gewöhnen. Ich war schmerzfrei heute, das ist wichtig." 

 

SC Hessen Dreieich: Jivan - Gavric, Lekaj, Henrich, Amiri, Alikhil, Di Maria, Mokhtari, Dudda, Weiss, Opper; eingewechselt: Loch – Kohl, Damm, Talijan, Schneider, Muca, Amani.

Eintracht Fankfurt: Lindner – Russ, Abraham (46. Hector), Zorba (60. Blanco Lopez), Besuschkow (60. Cvijetkovic), Hasebe (46. Mascarell), Stendera (60. Rebic), Wolf, Barkok (60. Oczipka), Hrgota (46. Gacinovic), Seferovic.

Tore: 1:0 (39.) Di Maria, 2:0 (60.) Weiss, 2:1 (69.) Gacinovic. - Schiedsrichter: Andre Klein. - Zuschauer: 2000 (ausverkauft).

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