Die SGE verlor am heutigen Freitagabend ein Testspiel gegen den SV Sandhausen. Die Partie, die vor etwa 1.500 Zuschauern im Hardtwaldstadion stattfand, endete nach Toren von Höler (24.), Wooten (Elfmeter, 45.) und Kuhn (85.) bei einem Gegentreffer durch Meier (Elfmeter, 59.) 3:1 (2:0) für die Gastgeber.

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1. Halbzeit: Sandhausen legt zwei Tore vor

Bereits früh in der Partie, die um 18:00 Uhr angepfiffen wurde, musste Hector einen Angriff der Gastgeber unterbinden, was er kompromisslos tat (3.). Beide Teams neutralisierten sich fortan im Mittelfeld, wo zahlreiche Zweikämpfe geführt wurden. Lindner, der heute im Tor der SGE stand, musste in der Anfangsphase kaum eingreifen – auf der anderen Seite wurde ein Hrgota-Treffer wegen Abseits nicht anerkannt (15.). In der 21. Minute stand Hrgota, der wenig später die Gelbe Karte sehen sollte, wieder im Mittelpunkt des Geschehens: Der Freistoß des Eintracht-Stürmers aus etwa 18 Metern wurde von der Mauer jedoch zur (folgenlosen) Ecke abgefälscht.

Drei Minuten später sollte der erste Treffer der Partie fallen: Der Sandhausener Stürmer Höler setzte sich im Dribbling gekonnt durch, war dadurch frei vor Lindner und vollstreckte zur Führung für den SVS.

Auch nach dem Treffer waren die Gastgeber, die derzeit mit 9 Punkten auf dem 10. Tabellenplatz in der zweiten Fußballbundesliga stehen, leicht dominierend und hatten die besseren Torchancen. Abraham sah in der 35. Minute die Gelbe Karte für ein taktisches Foul. Den fälligen Freistoß aus etwa 22 Metern konnte Lindner mit einer Glanzparade halten. Kurz nach dieser Szene musste Lindner abermals sein ganzes Können beweisen, um die Eintracht vor einem weiteren Gegentreffer zu bewahren.

In der 45. Spielminute war aber auch der Keeper der SGE machtlos: Der Deutsch-Amerikaner Wooten erhöhte per Elfmeter auf 2:0.

2. Halbzeit: Die SGE verkürzt, doch Sandhausen trifft kurz vor Ende nochmals

Zu Beginn des zweiten Durchgangs blieb Sandhausen die tonangebende Mannschaft. Die SGE kam in der 56. Minute zwar zu einem Freistoß aus etwa 25 Metern Torentfernung, doch dieser landete wieder in der Mauer. Allerdings konnten die Hessen nur wenig später auf 1:2 verkürzen: Nach einem Foul an dem Frankfurter U19-Spieler Aymane Barkok gelang Meier per Elfmeter der Anschlusstreffer (59.). Das Tor tat der Eintracht sichtlich gut – sie hatte nun mehr Zugriff auf das Spiel. Sandhausen blieb aber gefährlich, beispielsweise durch einen Fernschuss  des eingewechselten Linsmayer, der nur knapp am Tor vorbeiflog (64.).

Die SGE antwortete mit einer Hereingabe durch Oczipka, die Meier und Hrgota knapp verpassten (67.). Drei Minuten später köpfte Meier einen Eckball übers Tor. Die Eintracht war dem Ausgleich nun nahe – in der 72. Minute klärte der Sandhausener Torhüter Wulle vor dem herbeieilenden Hrgota. Wulle sollte auch sieben Minuten später von sich reden machen: Die SGE bekam einen zweiten Strafstoß zugesprochen. Wieder trat Meier an, doch diesmal blieb der Sandhausener Keeper Sieger im Duell eins gegen eins. Die Eintracht spielte weiter nach vorne – nach einer sehenswerten Kombination stand Meier knapp im Abseits.

In der 85. sollte es Sandhausen allerdings gelingen, den Zwei-Tore-Abstand wieder herzustellen. Der eingewechselte Kuhn traf aus halbrechter Position etwa 12 Meter vor dem Tor zum 3:1-Endstand.

Die Aufstellung der Eintracht:
Lindner, Regäsel, Abraham, Hector, Oczipka, Mascarell, Barkok, Rebic, Meier, Tawatha, Hrgota

Die Tore:
1:0 Höler (24.)
2:0 Wooten (45.)
2:1 Meier (59.)
3:1 Kuhn (85.)

Die Stimmen zum Spiel

SGE-Sportdirektor Bruno Hübner: „Wir sind ein bisschen enttäuscht, dass wir 3:1 verloren haben. Aber ich finde, dass das Spiel heute insgesamt ein recht guter Test war. Sandhausen hat uns aufgezeigt, wo wir noch Probleme haben. Der Sieg war verdient. Wir werden uns überlegen müssen, wie wir uns anders aufstellen können gegen Mannschaften, die gut anlaufen, die gut pressen, die gut die zweiten Bälle bekommen und viel Aggressivität zeigen. Obwohl wir relativ gut im Spiel waren, hatten wir in der ersten Halbzeit kaum Torchancen. Man muss aber auch bedenken, dass wir Spieler auf verschiedenen Positionen getestet haben, während Sandhausen mit der ersten Elf gespielt hat. Jetzt freuen wir uns auf das Heimspiel gegen Bayern München. Da werden wir hochmotiviert sein und alles geben, um vielleicht auch für eine Überraschung zu sorgen.“

David Abraham, Eintracht-Verteidiger: „Wenn nicht jeder bereit ist, die Wege zu gehen, haben wir Probleme mitzuhalten. Wir müssen mental auf der Höhe sein, füreinander kämpfen, gemeinsam angreifen, gemeinsam verteidigen. Da gibt es einige Dinge, die wir unter der Woche verbessern müssen, damit wir in der Bundesliga wettbewerbsfähig sind. Dafür haben wir jetzt eine Woche Zeit, dann kommt der FC Bayern.“

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