Zu Hause weiter ungeschlagen: Gegen Hertha BSC gelingt unserer SGE nach zweimaligem Rückstand noch ein Punktgewinn durch ein 3:3 Unentschieden. Hectors Ausgleich fällt spät, zwischenzeitlich führt die Eintracht sogar.

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Mit gutem Gefühl gegen Meiers Lieblingsgegner

Mit viel Rückenwind konnte die Eintracht in ihr drittes Heimspiel der Saison gehen. Die ersten beiden Spiele dieser englischen Woche konnte beide gewonnen werden (2:1 gegen Leverkusen, 2:0 in Ingolstadt) und die Mannschaft hatte bereits am ersten Spieltag gegen Schalke 04 eine ansprechende Leistung gezeigt. Lediglich das Auswärtsspiel in Darmstadt ging bekanntlich höchst unglücklich verloren, was jedoch nur ein kleiner Makel in einem ansonsten sehr gelungenen Saisonstart ist, den man in dieser Form nicht unbedingt erwarten konnte. Dafür ist auch die seit dem Amtsantritt von Niko Kovac sehr solide Defensivarbeit der gesamten Mannschaft maßgeblich mitverantwortlich: In bisher vier Partien dieser Spielzeit musste Lukas Hradecky nur zweimal hinter sich greifen, saisonübergreifend kassierten die Adlerträger seit 11 Partien nie mehr als ein Tor, bei insgesamt gerade einmal sieben Gegentreffern. Doch auch offensiv stand das Gastspiel der Berliner zumindest für Alexander Meier unter einem guten Stern, der gewissermaßen auf seinen persönlichen Lieblingsgegner traf. So hatte "der Lange" in den zurückliegenden sechs Duellen ebenso oft getroffen, beim 4:4 vor zwei Jahren sogar doppelt. Die einzige Änderung in der Startelf ergab sich unterdessen auf dem Flügel, wo Blum für Rebic in die Startformation rückte und somit sein Debüt von Anfang an gab. Währenddessen mussten die Hauptstädter wie unter der Woche in München auf die verletzten Darida, Kalou und Brooks verzichten.

1. Halbzeit - Kampf ums Mittelfeld, Ibisevic vom Punkt

Nach gewonnener Platzwahl ließ Hertha-Kapitän Ibisevic die Seiten tauschen, sodass die Adlerträger bereits in Halbzeit 1 auf ihre eigene Kurve spielten. Dort bekamen die Fans in Minute 4 die erste Chance durch Blum zu sehen, doch der Schuss aufs kurze Eck konnte von Jarstein abgewehrt werden. Durch diesen kleinen Weckruf versuchte die Eintracht direkt ihrer Rolle als Heimmannschaft gerecht zu werden und steigerte zusehends ihre Dominanz und rückte etwas weiter nach vorn, während die Berliner versuchten, über schnelle Gegenstöße zu kommen. Wirklich gefährlich konnten beide Teams dem Kasten des Gegners erst einmal nicht mehr werden, stattdessen fighteten beide Mannschaften intensiv um die Vorherrschaft im Mittelfeld. In der 18. Minute kamen die Berliner dann zum ersten Torschuss und zugleich zur Führung, allerdings durch einen Elfmeter, den Ibisivec gegen Hradecky in die vom Schützen aus gesehen rechte Ecke verwandelte. Zuvor hatte Seferovic im Strafraum Valentin Stocker zu Fall gebracht, sodass Dr. Felix Brych keine andere Wahl blieb, als auf den Punkt zu zeigen. Für die Gäste war es übrigens der insgesamt 100. Treffer gegen unsere SGE.

Abraham muss raus, Fabián und Meier schlagen zurück

Die Eintracht schüttelte sich kurz, versuchte aber weiterhin ihr Spiel durchzubringen. Nach gut 25 Minuten dann eine kurze Schrecksekunde: David Abraham musste behandelt werden, kehrte nach kurzer Behandlung aber aufs Feld zurück. In der 30. Minute ging es dann doch nicht weiter für unseren Abwehrchef, für ihn kam Michael Hector in die Partie. Kurz zuvor hatte es einen Eckball für die SGE gegeben, Seferovic konnte aber keinen Druck hinter den Ball bringen. Wenig später wieder eine gute Chance für die Gäste, doch die Hereingabe von Weiser war zu scharf für Stocker. In der 39. wurde eine Ecke der Gäste dann zum Bumerang und die Eintracht kam zum verdienten Ausgleich: An der Mittellinie hatte Blum gelauert, der mit einem langen Ball gesucht wurde und sofort mit viel Dampf an Pekarik vorbei in Richtung Tor zog, bevor er gedankenschnell Marco Fabián auf die Reise schickte, der den Ball perfekt verarbeitete und souverän zum 1:1 traf. Kurz vor der Halbzeit sollte es sogar noch besser für die Kovac-Elf kommen: Nach einer Ecke von Huszti gab es eine kurze Unordnung im 16er der Hertha, wo der Ball plötzlich Alex Meier vor die Füße fiel und sich der bis dahin wenig auffällige "Fußballgott" in seiner unnachahmlichen Art nicht lange bitten ließ und aus kurzer Distanz zur Pausenführung einschob.

2. Halbzeit - Joker Esswein wird zum Glücksgriff, Hector mit dem Last-Minute-Ausgleich

In der Pause reagierte Pal Dardai und brachte Esswein für Pekarik, der immer mal wieder Probleme mit dem schnellen Blum hatte, unter anderem vor dem 1:1. Nachdem man die Hertha erst mal ein paar Minuten machen ließ, zog die SGE etwa ab der 50. Minute wieder etwas an und kam zu kleineren Offensivaktionen, etwa durch einen Distanzschuss von Seferovic und eine geblockte Direktabnahme von Fabián. In der 57. Spielminute kam die Hertha dann zum 2:2 Ausgleich, als der eingewechselte Esswein auf dem rechten Flügel komplett blank stand und seine Flanke in der Mitte punktgenau auf Ibisevic kam, der seinen zweiten Treffer des Tages erzielte. Niko Kovac reagierte darauf mit einem Wechsel und brachte Rebic für Seferovic. Direkt im Anschluss gab es eine weitere Chance für die Frankfurter, doch Huszti zögerte nach einer Hereingabe von Fabián zu lang, sodass ein Abwehrspieler das Leder klären konnte. Augenblicke später dann ein guter Abschluss vom starken Fabián, doch der Ball ging deutlich über das Tor. Minuten später dann plötzlich die erneute Führung für die Hertha: Mit einer amtlichen Bogenlampe überraschte Joker Esswein nicht nur sich selbst ein bisschen, sondern auch die Defensive der Adler und schlenzte den Ball für Hradecky unhaltbar ins lange Eck. Kovac nahm daraufhin Huszti vom Feld und brachte mit Hrgota eine weitere Offensivkraft. Berlin stand jetzt tief und überließ der Eintracht das Mittelfeld. Erst in der 80. Minute mal wieder ein Abschluss der Berliner durch Haraguchi, doch dessen Schuss ging klar am Kasten vorbei. Drei Minuten später hatte Hrgota dann die Chance zum Ausgleich, doch sein Kopfball nach einer Fabián-Ecke ging knapp über das Tor. Die Vorentscheidung verpasste in Minute 87 der eingewechselte Schieber, doch allein vor Hradecky brachte der Stürmer nur noch eine gefühlte Kopfballrückgabe zu Stande - Glück für die Adlerträger. Doch es kam noch besser: In der 2. Minute der Nachspielzeit versenkte Hector eine Flanke von Rebic per Kopf zum umjubelten 3:3. Das war gleichzeitig der leistungsgerechte Endstand in einer streckenweise spektakulären Partie, die im zweiten Abschnitt von den Einwechselspielern auf beiden Seiten geprägt wurde.

  • 0'
    Anpfiff Icon
    Anpfiff
  • 17'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Szabolcs Huszti
  • 19'
    Hertha BSC
    Goal Tor
    Vedad Ibisevic (Elfmeter)
  • 31'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Michael Hector für David Abraham
  • 39'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Marco Fabián
  • 42'
    Hertha BSC
    Card yellow Gelbe Karte
    Peter Pekarík
  • 45'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Alexander Meier
  • 48'
    Halbzeit Icon
    Halbzeit
  • 45'
    Hertha BSC
    Switch Wechsel
    Alexander Esswein für Peter Pekarík
  • 58'
    Hertha BSC
    Goal Tor
    Vedad Ibisevic
  • 60'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Ante Rebic für Haris Seferovic
  • 65'
    Hertha BSC
    Goal Tor
    Alexander Esswein
  • 70'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Branimir Hrgota für Szabolcs Huszti
  • 71'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Bastian Oczipka
  • 77'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Omar Mascarell
  • 79'
    Hertha BSC
    Switch Wechsel
    Julian Schieber für Vedad Ibisevic
  • 85'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Ante Rebic
    Hertha BSC
    Card yellow Gelbe Karte
    Julian Schieber
  • 86'
    Hertha BSC
    Switch Wechsel
    Jens Hegeler für Valentin Stocker
  • 92'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Michael Hector
  • 94'
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    Abpfiff
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