Die Eintracht hat ihr Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg mit 0:2 (0:0) verloren. Die Tore für die Gäste erzielten Didavi (48.) und Gomez (63.).

Sge wob552 Ante Rebic im Luftduell mit Wolfsburgs Mario Gomez

Eintracht-Coach Niko Kovac nahm im Vergleich zur unglücklichen 0:1-Niederlage vor Wochenfrist in Hoffenheim vier Änderungen in seiner Startformation vor: Mijat Gacinovic und Taleb Tawatha kehrten nach überstandener Verletzung genauso in die Mannschaft genauso zurück wie die zuletzt geschonten Ante Rebic und Branimir Hrgota. Dafür rotierten Marco Russ, Aymen Barkok und Haris Seferovic aus der ersten Elf, Abwehrchef David Abraham fehlte zudem wegen seiner 5. Gelben Karte gesperrt.

Taktisch stellte Kovac sein Team in einem sehr variablen 4-3-3-System auf, in dem Michael Hector und Bastian Oczipka flankiert von den Außenverteidigern Guillermo Varela (rechts) und Taleb Tawatha (links) den Abwehrverbund bildeten. Der heutige Mannschaftskapitän Timothy Chandler spielte etwas davor auf der Sechs und wurde von den beiden Achtern Gacinovic und Marc Stendera bei der Defensivarbeit unterstützt. Ante Rebic, Marco Fabián und Branimir Hrgota stellten die sehr bewegliche und häufig rotierende Angriffsreihe.

Vor den 49.000 Zuschauern in der einmal mehr sehr gut gefüllten Commerzbank-Arena hatte die SGE vom Anstoß weg über 80 Prozent Ballbesitz und versuchte, die sehr massiert stehende Defensive der Gäste aus Wolfsburg mit sicherem Passspiel und klugem Aufbau zu knacken. Weil den Adlerträgern jedoch das Tempo in den eigenen Offensivaktionen abging, gab es in den ersten 15 Minuten keinerlei Torraumszenen. Die erste gute Chance beschwor Rebic herauf, als er gegen Ex-Eintracht-Akteur Sebastian Jung zur Flanke von der linken Seite kam – doch in der Mitte konnte Hrgota den Ball mit dem langen Bein nicht erreichen (16.).

Eintracht gibt den Ton an – aber Chancen gibt es keine

Mitte der ersten Halbzeit plätscherte die Begegnung auf sehr mäßigem Niveau dahin, es fehlten auf beiden Seiten die strukturiert und vor allem temporeich vorgetragenen Angriffe. In der 28. Minute hatten dann die Wölfe aber ihre erste große Tormöglichkeit: Daniel Didavi war auf der rechten Flanke durch und gab von der Grundlinie in den Rücken der Abwehr – doch in der Mitte verpasste erst Mario Gomez und dann schoss Paul-Georges Ntep in bester Schussposition aus sechs Metern den Ball am Kasten vorbei.

Auch die nächste Chancen hatten die Gäste: Nach einem Eckball von Didavi kam Joshua Guilavogui zum Abschluss, doch der Kopfball des Mittelfeldspielers ging deutlich am Tor vorbei (38.). Auf der anderen Seite verzog Gacinovic nach einer Ecke der SGE deutlich (39.). Gefahr gab es jetzt nur nach Standards: In der 41. Minute stieg Ntep nach einer erneuten Ecke am höchsten, doch auch sein Kopfball strich am Gehäuse vorbei.

Wölfe mit der besten Chance in Halbzeit 1 – 0:0 zur Pause

In einer niveauarmen Bundesligapartie blieb es 0:0 zur Halbzeit.

Zu Beginn der zweiten Hälfte erwischten die Wolfsburger die Adlerträger kalt: Gomez und Bazoer spielten an der Strafraumkante einen schnellen Doppelpass, Nutznießer war Didavi , der frei vor SGE-Schlussmann Lukas Hradecky auftauchte und den Ball sicher zum 1:0 für die Gäste ins Netz (48.) schob.

Didavi schießt Gäste in Führung

In der Folge des Führungstores zogen sich die Gäste aus der Autostadt wieder weit zurück und ließen die Kovac-Schützlinge kommen. Doch die wussten sich zu Beginn des zweiten Durchgangs nur mit langen Schlägen zu helfen, die so gut wie nie ihr gewünschtes Ziel fanden. Es dauerte bis zur 61. Minute, ehe Fabián mal aus 25 Metern abzog – doch das Leder strich weit am Tor vorbei.

Nachdem Hrgota nach feiner Rebic-Flanke aus kurzer Distanz an VfL-Keeper Koen Casteels scheiterte, kamen die Wölfe zum 2:0: Über Ntep fuhren die Gäste einen schnellen Konter, der Franzose konnte zu leicht in den Strafraum eindringen und passte im richtigen Moment auf den mitgelaufenen Gomez, der den Ball nur noch über die Linie zu drücken brauchte (63.).

Ntep auf Gomez – 0:2

Eintracht-Trainer Kovac reagierte mit einem Doppelwechsel auf das 0:2 und brachte Haris Seferovic und Danny Blum für Hrgota und Rebic. Flügelflitzer Blum war es dann auch, der in der 70. Minute aus vollem Lauf zur scharfen Hereingabe ansetzte – doch Fabián traf aus elf Metern den Ball nicht richtig und schoss ihn deutlich übers Tor.

Das Glück war der SGE an diesem Nachmittag einfach nicht hold: Nur Sekunden später fiel Seferovic der Ball im Fünfmeterraum vor die Füße. Der Schweizer brachte die Kugel beim Abschluss jedoch nicht unter Kontrolle und ließ so die nächste große Chance der Gastgeber liegen (74.).

Fabián und Seferovic lassen Großchancen liegen

Dann waren wieder die jetzt klar verbesserten Wolfsburger dran: Nach einem Fehlpass von Gacinovic kam Bazoer aus spitzem Winkel im Sechzehner völlig frei zum Schuss, aber Hradecky hielt die Eintracht noch im Spiel (77.).

In der Schlussphase hatte der eingewechselte Yunus Malli für die Gäste noch eine gute Chance (87.), dann war Schluss. Die Wolfsburger brachten den 2:0-Auswärtserfolg über die Zeit. Die Eintracht muss sich vorhalten lassen, dass man es trotz viel Ballbesitz hat nicht geschafft hat zu genügend klaren Torchancen zu kommen. Der VfL dagegen präsentierte sich vor dem gegnerischen Tor effizienter und gewann in einem schwachen Bundesligaspiel am Ende nicht unverdient.

Es bleibt beim 0:2

Am nächsten Samstag (15:30 Uhr) ist die Eintracht zum Nachbarschaftsduell beim 1. FSV Mainz 05 zu Gast.

  • 0'
    Anpfiff Icon
    Anpfiff
  • 27'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Mijat Gacinovic
  • Halbzeit Icon
    Halbzeit
  • 48'
    VfL Wolfsburg
    Goal Tor
    Daniel Didavi
  • 52'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Shani Tarashaj für Marc Stendera
  • 59'
    VfL Wolfsburg
    Card yellow Gelbe Karte
    Yannick Gerhardt
  • 63'
    VfL Wolfsburg
    Goal Tor
    Mario Gomez
  • 67'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Danny Blum für Ante Rebic
    Switch Wechsel
    Haris Seferovic für Branimir Hrgota
  • 73'
    VfL Wolfsburg
    Card yellow Gelbe Karte
    Koen Casteels
    Switch Wechsel
    Adelino André Vieira de Freitas für Paul-Georges Ntep de Madiba
  • 80'
    VfL Wolfsburg
    Switch Wechsel
    Yunus Malli für Daniel Didavi
  • 84'
    VfL Wolfsburg
    Switch Wechsel
    Jakub Blaszczykowski für Sebastian Jung
  • 96'
    Abpfiff Icon
    Abpfiff
Teilen
Funktionen