Dreier dank Meier: Dank des goldenen Tores ihres Kapitäns Alex Meier (33.) hat die Eintracht ihr Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 verdient mit 1:0 (1:0) gewonnen. Durch den Erfolg klettert die SGE vorübergehend auf Tabellenplatz 3.

S04 sge045 Die Adlerträger bejubeln das 1:0 von Alex Meier

Eintracht-Coach Niko Kovac nahm gegenüber der 0:3-Niederlage in Leipzig drei Änderungen in seiner Startelf vor: Kapitän Alex Meier und Ersatzkeeper Heinz Lindner ersetzten die gelb- bzw. rotgesperrten Ante Rebic und Lukas Hradecky. Zudem feierte der 18-jährige Aymen Barkok sein Startelfdebüt in der Bundesliga. Für den Youngster rotierte Innenverteidiger Michael Hector auf die Bank. Taktisch setzte Kovac diesmal auf ein 5-4-1-System mit Sturmspitze Alex Meier, um den herum die beweglichen Barkok und Hrgota gefährliche Aktionen kreieren sollten. Makoto Hasebe rückte für Hector zurück ins Zentrum der Fünferabwehrkette, dafür gab der sonst offensiver spielende Mijat Gacinovic das Bindeglied zwischen Abwehr und Angriff im zentralen Mittelfeld.

Vor den rund 60.000 Zuschauern in der nahezu ausverkaufte Veltins-Arena auf Schalke legten die Gastgeber gleich mal los wie die Feuerwehr: Angreifer Guido Burgstaller legte beim allerersten Angriff der Partie ab auf den durchstartenden Sead Kolasinac, doch dessen Hereingabe von der Grundlinie konnte David Abraham zur Ecke klären (1.). Die Eintracht kam in einer temporeichen Anfangsphase nach 10 Minuten erstmals in den gegnerischen Sechzehner: Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld legte Meier vom Elfmeterpunkt ab auf Hrgota, der aber von zwei Schalker Verteidigern am Abschluss gehindert wurde. Den ersten Torschuss verzeichnete die SGE in der 15. Minute, als Hrgota von rechts in den Strafraum zog, Nastasic umkurvte und Naldo den gefährlichen Torschuss zur Ecke klärte.

Temporeiche Anfangsphase

Im Laufe der ersten Halbzeit gewannen die Adlerträger immer mehr Zugriff auf Geschehen und machten den Schalkern, die kaum zu echten Torchancen kamen, das Leben mit ihrer kompakten Spielweise enorm schwer. Mitte des ersten Abschnitts zog Gacinovic aus gut 25 Metern ab und verzog deutlich (21.), auf der Gegenseite rettete Lindner klasse gegen einen gefährlichen Kopfball von Burgstaller (23.).

In einer bis dahin ausgeglichenen Bundesligapartie schlug die SGE nach gut einer halben Stunde eiskalt zu: Hasebe trat einen Freistoß von der rechten Seite flach in die Mitte, wo sich Alex Meier von Gegenspieler Naldo absetzte und völlig blank aus 12 Metern ins rechte Toreck einschoss – eine einstudierte Variante, die perfekt funktioniere (33.).

Brillante Freistoßvariante: Meier netzt eiskalt zur Führung ein

In der Folge der nicht unverdienten Eintracht-Führung versuchten die Gastgeber mit wütenden Angriffen zu antworten, doch der Frankfurter Deckungsverbund stand in der heißen Phase gerade auch bei hohen Bällen und Standardsituationen bombensicher. Die letzte Gelegenheit im ersten Durchgang hatte wieder Meier nach einer Chandler-Flanke aus dem Halbfeld – doch der Kopfball des SGE-Kapitäns aus 14 Metern strich am langen Pfosten vorbei.

Mit der verdienten 1:0-Führung für die sehr ball- und passsicheren Adlerträger ging es dann in die Halbzeitpause.

Eintracht führt verdient zur Pause

Zu Beginn der zweiten Hälfte versuchten die Königsblauen die Eintracht gleich zu Beginn mit Offensivpower unter Druck zu setzen. Nach einer Freistoßflanke von Geis köpfte Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes gut zwei Meter am Kasten vorbei (49.). Kurz darauf nahm Burgstaller erste eine Kopfball-Ablage von Kolasinac mit vollem Risiko aus 14 Metern und verzog deutlich (54.), ehe er eine Minute später eine Flanke von Bentaleb ganz knapp am langen Pfosten vorbeispitzelte (55.) - die bislang beste Chance für die Hausherren.

Die SGE ihrerseits tat sich in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs schwer, für Entlastung zu sorgen. Nach einer Stunde etwa stellten sich die Kovac-Schützlinge dann wieder besser auf den Gegner ein und kamen selbst wieder zu gefährlichen Offensivaktionen: Bastian Oczipka steckte an der Sechzehnergrenze wunderbar durch auf den eingewechselsten Haris Seferovic, doch Nastasic und Keeper Ralf Fährmann hinderten den Schweizer am Abschluss (65.). Zwei Minuten später nahm der starke Meier eine Gacinovic-Flanke nach schnell ausgeführtem Freistoß von Hasebe direkt, doch die Kugel strich ganz knapp am Tor vorbei.

Schalke drückt, doch die SGE bleibt gefährlich

Dann waren wieder die Schalker dran – und natürlich hatte wieder Burgstaller die Gelegenheit, als er einen Ball im Strafraum technisch anspruchsvoll aus der Drehung auf den Kasten schoss, aber knapp verzog (71.).

Es war der Startschuss für eine heiße Schlussphase, in der die Gastgeber alles nach vorne warfen – aber zu keinem Torabschluss mehr kamen. Weil auch die Eintracht es nicht schaffte, ihre gelegentlichen Konter zu Ende zu spielen, blieb es am Ende beim knappen, aber durchaus verdienten 1:0-Sieg einer SGE, die über 94 Minuten ein hochkonzentriertes Auswärtsspiel machte und im richtigen Moment durch Alex Meier zuschlug.

Eintracht bringt knappen Sieg über die Zeit

Am nächsten Sonntag (17:30 Uhr) steht für unsere Eintracht im ersten Heimspiel 2017 das Hessenderby gegen den SV Darmstadt 98 auf dem Programm.

S04 sge033 Jesús Vallejo im Zweikampf mit Eric-Maxim Choupo-Moting
  • 0'
    Anpfiff Icon
    Anpfiff
  • 33'
    Eintracht Frankfurt
    Goal Tor
    Alexander Meier
  • Halbzeit Icon
    Halbzeit
  • 48'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Bastian Oczipka
  • 53'
    FC Schalke 04
    Switch Wechsel
    Donis Avdijaj für Johannes Geis
  • 63'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Haris Seferovic für Branimir Hrgota
  • 66'
    FC Schalke 04
    Switch Wechsel
    Daniel Caligiuri für Alessandro Schöpf
  • 77'
    FC Schalke 04
    Card yellow Gelbe Karte
    Nabil Bentaleb
  • 79'
    FC Schalke 04
    Switch Wechsel
    Yevhen Konoplyanka für Nabil Bentaleb
  • 85'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Michael Hector für Aymen Barkok
  • 86'
    FC Schalke 04
    Card yellow Gelbe Karte
    Sead Kolasinac
  • 91'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Shani Tarashaj für Mijat Gacinovic
  • 95'
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    Abpfiff
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