Am 15. Spieltag verlor die SGE in der mit 25.000 Zuschauern gefüllten Volkswagen Arena gegen den VfL Wolfsburg mit 0:1 (0:1). Das Siegtor erzielte Bruma nach einer Ecke per Kopf (33.). Meier verschoss in der 67. Minute einen Elfmeter.

Wob sge032 Stand in der Startelf: Eintracht-Offensivmann Ante Rebic

Im Vergleich zum Spiel gegen Hoffenheim nahm Eintracht-Trainer Kovac drei Änderungen in der Startaufstellung vor: Hrgota und Rebic stürmten für Meier und Seferovic, Hector lief anstelle des gesperrten Chandler auf. Hector spielte jedoch in der Innenverteidigung, die Position des Rechtsverteidigers übernahm Hasebe. Abraham führte die Eintracht als Kapitän aufs Feld.

Wolfsburg mit besserem Beginn

Bereits in der 1. Spielminute kam Wolfsburg zu einer Torchance: Seguins Schuss wurde zu einer Ecke abgefälscht, die zwar auch Gefahr brachte, aber letztlich folgenlos blieb. Fünf Minuten später war es abermals Seguin, der im Mittelpunkt des Geschehens stand: Der Wolfsburger dribbelte sich in den Strafraum, blieb aber an der Eintracht-Defensive hängen.

In der 8. Minute sah Gustavo nach einem Foul an Rebic die erste Gelbe Karte des Spiels. Drei Minuten später eroberte der aufmerksame Guilavogui den Ball und kam aus aussichtsreicher Position zum Abschluss. Der Franzose knallte den Ball allerdings weit am Tor vorbei.

Insgesamt waren die Wölfe das aktivere Team in der Anfangsphase. Die Eintracht spielte eher abwartend, sie verlagerte das Spielgeschehen immer wieder geschickt. Nach einem Foul von Arnold an Fabián kamen die Frankfurter aus halbrechter Position zu einem Freistoß: Huszti trat den Ball in den Strafraum, die Wölfe konnten allerdings klären (16.). Nach einer schönen Ballstafette, die seinen Anfang bei Oczipka nahm, schoss Fabián leider über das Tor von Benaglio (19.).

Bruma köpft die Gastgeber in Führung

Vier Minuten später wurde Rebic verwarnt, weil er einen Gegenspieler im Laufduell mit der Hand im Gesicht berührt hatte. In der 26. Minute hielt Hradecky einen Fernschuss von Arnold. Offensiv gelang der Eintracht in dieser Phase des Spiels nicht viel. Die Wölfe hingegen hatten in der 28. Minute eine gute Torgelegenheit. Nach einer zu kurzen Abwehr kam Gomez aus zentraler Position im Strafraum zum Schuss. Abraham konnte den Ball jedoch blocken. Wenig später hatten die Gäste Glück, als ein Querpass durch den Fünfmeterraum sauste, ohne dass ein Wolfsburger zum Abstauben bereit stand.

In der 33. Minute sollte es dem VfL gelingen, die Spielvorteile in zählbaren Erfolg umzumünzen. Nach einer Draxler-Ecke schraubte sich Bruma in die Luft und köpfte den Ball für Hradecky unhaltbar ins linke Toreck. Bruma hatte Vallejo unmittelbar vor dem Tor leicht am Trikot gehalten. Der Treffer zählte jedoch – 1:0 für die Hausherren (33.).

Die Eintracht brauchte etwas, um den Rückstand zu verdauen. Zwei Minuten nach dem Gegentor sah Huszti die Gelbe Karte für ein Foul an Arnold. In der 38. Minute zeigte der Schiedsrichter, Dr. Felix Brych, auch Guilavogui die Gelbe Karte. Die Eintracht machte nun etwas mehr Druck. Hrgota und Rebic verpassten in der 40. Minute eine schöne Hereingabe von Hasebe nur knapp.

2. Halbzeit: Wolfsburg bleibt das bessere Team

Die SGE nahm in der Halbzeitpause einen Wechsel vor: Meier kam für Huszti ins Spiel. In der 51. Minute fing Hradecky einen Flachschuss von Gerhardt. Zwei Minuten später klärte Hector nach einer Standardsituation. In der 55. Minute passte der prima in Szene gesetzte Seguin den Ball scharf in die Mitte. Gomez nahm das Spielgerät an – sein Drehschuss ging aber zum Glück nur ans Außennetz. Eine Minute später stand Gomez wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Der deutsche Nationalspieler setzte sich im Zweikampf durch und war somit frei vor Hradecky. Der SGE-Keeper machte sich jedoch ganz breit und wurde von Gomez angeschossen.

In der 58. Minute wechselte Kovac zum zweiten Mal: Hector verließ für den offensiveren Barkok das Feld. Drei Minuten später bekam auch Mascarell für ein Foulspiel die Gelbe Karte gezeigt. Wolfsburg war weiterhin das bessere Team. Die Eintracht tat sich schwer, durchdachte Angriffe vorzutragen. Von einem echten Aufbäumen konnte man nicht sprechen.

In der 65. Minute hatten die Gastgeber eine gute Konterchance, die Seguin jedoch vergab.

Meier verschießt Elfmeter

Wenn aus dem Spiel heraus nichts geht, hilft vielleicht ein Standard. In der 66. Minute drang Hasebe in den Strafraum ein und kam nach einer leichten Berührung durch Guilavogui zu Fall. Brych entschied auf Strafstoß. Meier trat zum Elfmeter an – und schoss den Ball deutlich übers Tor (67.). Alles sah nach einem gebrauchten Nachmittag für die Frankfurter aus.

Nur zwei Minuten später kam es zu einer weiteren strittigen Szene: Rebic wurde im Strafraum von Caligiuri am Fuß getroffen – einen zweiten Strafstoß gab es für die Eintracht jedoch nicht. Möglicherweise wertete Brych Caligiuris Einsatz als Ballspiel, was wohl nicht den Tatsachen entsprach.

In der 75. Minute hielt Benaglio einen Schuss von Rebic, der kurz darauf für Tarashaj ausgewechselt wurde. Wenig später sah Gomez die Gelbe Karte, weil er Oczipka im Luftduell mit dem Arm im Gesicht traf (80.). Der Eintracht war zwar nicht abzusprechen, dass sie den Ausgleich erzielen wollte. Wir können jedoch nicht schreiben, dass sie einem Tor nahe war. Die meisten Offensivaktionen verpufften etwa 20 bis 30 Meter vor dem Tor der Niedersachsen.

In der 84. Minute gelang es den Frankfurtern leider nicht, nach einem wilden Strafraumgestocher zum Abschluss zu kommen. Ein Wolfsburger berührte den Ball im Fallen mit der Hand – nach Ansicht von Brych war dies jedoch kein absichtliches Handspiel. Sodann setzte sich Oczipka auf der linken Seite prima durch und legte den Ball zurück auf Fabián. Der Mexikaner rutschte beim Torschuss weg – die große Chance zum Ausgleich war dahin (89.). Auch in der vierminütigen Nachspielzeit sollte die Eintracht kein Tor mehr schießen. Vielmehr sah Abraham nach einem Foul an Draxler noch die Gelbe Karte.

Fazit

Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit war Wolfsburg das aktivere Team mit den besseren Torchancen. Die Führung durch Bruma nach etwas mehr als einer halben Stunde war verdient. In der zweiten Halbzeit vergab Meier einen Elfmeter. Einen weiteren Strafstoß für die SGE hätte es geben müssen. Aber das wäre das Guten wohl zu viel gewesen. Insgesamt entsprach der Wolfsburger Sieg dem Spielverlauf.

  • 0'
    Anpfiff Icon
    Anpfiff
  • 8'
    VfL Wolfsburg
    Card yellow Gelbe Karte
    Luiz Gustavo Dias
  • 23'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Ante Rebic
  • 33'
    VfL Wolfsburg
    Goal Tor
    Jeffrey Bruma
  • 34'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Szabolcs Huszti
  • 38'
    VfL Wolfsburg
    Card yellow Gelbe Karte
    Josuha Guilavogui
  • 47'
    Halbzeit Icon
    Halbzeit
  • 45'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Alexander Meier für Szabolcs Huszti
  • 58'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Aymen Barkok für Michael Hector
  • 61'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    Omar Mascarell
  • 76'
    Eintracht Frankfurt
    Switch Wechsel
    Shani Tarashaj für Ante Rebic
  • 80'
    VfL Wolfsburg
    Card yellow Gelbe Karte
    Mario Gomez
  • 88'
    VfL Wolfsburg
    Switch Wechsel
    Borja Mayoral Moya für Mario Gomez
    Switch Wechsel
    Jakub Blaszczykowski für Paul Seguin
  • 90'
    Eintracht Frankfurt
    Card yellow Gelbe Karte
    David Abraham
  • 95'
    Abpfiff Icon
    Abpfiff
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